In Gladbeck entscheiden die Bürger über die A 52

Gut besucht war die Sondersitzung des Gladbecker Rates zum Ausbau der Bundesstraße 224 zur Autobahn. Foto: Franz Meinert
Gut besucht war die Sondersitzung des Gladbecker Rates zum Ausbau der Bundesstraße 224 zur Autobahn. Foto: Franz Meinert
Foto: WAZ FotoPool

Gladbeck/Bottrop.. In einer Sondersitzung hat der Rat der Stadt Gladbeck entschieden, dass über den Umbau der B 224 zur A 52 auf dem angrenzenden Stadtgebiet die Gladbecker Bürger abstimmen. Dabei geht es um eines der größten Straßenbauprojekte der letzten Jahrzehnte.

Die Ratsmehrheit war sich einig, auf diesem Weg Proteste wie bei „Stuttgart 21“ vermeiden zu können. Entscheiden sollen die Bürger in Gladbeck am 25. März. Kritiker halten die Zeit bis dahin allerdings für zu knapp. Im Streit um die Fragestellung machte Bürgermeister Ulrich Roland ein Zugeständnis: Die Autobahn A 52 wird nunmehr explizit auf dem Wahlzettel genannt.

Es geht um die Finanzierung der Kompromisslösung für den Ausbau. Als Anbindung an das Bottroper Teilstück soll die Autobahn in Gladbeck zwischen Phönix- und Grabenstraße durch einen anderthalb Kilometer langen Tunnel führen. Die Kosten dafür werden auf rund 100 Millionen Euro veranschlagt.

Zur Erinnerung: Land und Bund machen ihre Mittelfreigabe von der Zustimmung zum A-52-Projekt durch beide Städte, Bottrop und Gladbeck, abhängig. Der Bottroper Rat hat sich längst dafür ausgesprochen, der Gladbecker hatte Bedingungen gestellt, u.a. einen Tunnel. Den beinhaltet ein neuer Kompromissvorschlag von Land und Bund.

 

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