In Ebel beginnen zweieinhalb Jahre Baustellen-Zeit

Die Gruben für die Stützpfeiler der Lärmschutzwand sind schon ausgehoben und abmarkiert. Am Samstag beginnen die Bauarbeiten an der Bahnstrecke vom Gleis aus.Foto:Katharina Paris
Die Gruben für die Stützpfeiler der Lärmschutzwand sind schon ausgehoben und abmarkiert. Am Samstag beginnen die Bauarbeiten an der Bahnstrecke vom Gleis aus.Foto:Katharina Paris
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Am Samstag startet die Bahn-Projektbau mit dem Bau der Schallschutzwand an der Borbecker Straße. Bis Anfang 2018 folgen Kanalbauten und der Bau einer Regenwasser-Behandlungsanlage

Die gute Nachricht: Ebel bekommt endlich die Lärmschutzwand entlang der Bahngleise. Die schlechte Nachricht: Die Bahn baut am Wochenende, und zwar vorwiegend nachts (siehe Infokasten). „Wir müssen die betriebsschwachen Zeiten im Bahnbetrieb nutzen und haben für die Bauarbeiten Sperrpausen beantragt, in denen die Züge umgeleitet werden“, sagt Projektmanagerin Martina Tittel von der Bahn-Tochter „Deutsche Bahn Projektbau“, die für die Stadt als Bauherrn baut. Wer von der Brücke an der Borbecker Straße auf die Bahnstrecke schaut, erkennt schnell den Grund: Nur vom Gleis aus ist die Fläche der künftigen Schallschutzwand frei zugänglich.

Angesichts der unvermeidlichen Lärmbelästigungen während der Bauarbeiten bittet die Stadt die Anwohner um Verständnis, „da mit der Lärmschutzwand ja im Ergebnis ein wichtiger Beitrag zur Lebensqualität in die Tat umgesetzt werden soll“.

Die Arbeiten der Bahn im Auftrag der Stadt bilden den Auftakt zu einer Serie von Großbaustellen in Ebel. Im Frühsommer beginnt die Stadt mit dem 3,9 Millionen Euro schweren Neubau des Kanalnetzes im Stadtteil. Die ersten Baustellen werden südlich der Berne an der Bernestraße, der Oskarstraße und der Haßlacher Straße liegen. Ab Mitte 2016 ist nach den Planungen der Stadt der Sprung nach Norden über die Berne geplant, Mitte 2017 soll das Kanalsystem fertig sein. Vorteil für die Anwohner: Die Stadt behält das Prinzip des Mischsystems bei, die Trennung in Schmutz- und Regenwasser übernimmt, grob formuliert, die Emschergenossenschaft. Das heißt: Es wird keine Kanalarbeiten auf privaten Grundstücken geben.

Ende 2015 beginnt die Emschergenossenschaft mit dem Bau des Bernekanals Berrne-Unterlauf zwischen dem Sulterkamp am Autokino auf Essener Gebiet und der Emscher. Er soll das Schmutzwasser aufnehmen, das jetzt noch durch die Berne fließt. Wenn der Kanal fertig ist, soll die Berne wie die Emscher selbst ökologisch umgestaltet und nur noch mit sauberem Wasser gespeist. Für den Kanalbau werden Schachtbauwerke entstehen müssen; der Baustellenverkehr läuft von der Borbecker Straße aus über die Oskar-, Hafen- und Haßlacher Straße. Das Schachtbauwerk auf Essener Gebiet wird von den Baufahrzeugen angefahren über Bottroper Straße, Econova-Allee und Sulterkamp. Als Bauzeit sind zwei Jahre eingeplant.

Die letzte große Baumaßnahme, die die Anwohner erdulden müssen, wird der Bau der Regenwasserbehandlungsanlage an der Haßlacher Straße und des Hochwasserpumpwerkes sein. Der Bau beginnt Mitte 2016 und soll Anfang 2018 abgeschlossen sein. Die Baufahrzeuge werden die Baustelle vor allem über die Ebel-und die Haßlacher Straße anfahren. Bis die Schachtbauwerke dafür stehen, wird es Verkehrsbehinderungen durch die Bauarbeiten geben. Stadt und Emschergenossenschaft bitten die Anwohner dafür um Verständnis.

 
 

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