IHK-Chef hält Plädoyer für den Export

Bottrop/Münster..  Viele Industrieunternehmen in der Region sind auf dem Weltmarkt zuhause, zum Teil als Marktführer. Daher will sich die Industrie- und Handelskammer weiter für einen starken Export einsetzen.

Der Hauptgeschäftsführer der IHK, Karl-Friedrich Schulte-Uebbing, kündigte an, dass die IHK ungeachtet der Kritik an den hohen Außenhandelsüberschüssen Deutschlands ihre Aktivitäten für ein erfolgreiches Auslandsengagement der Unternehmen aus der Emscher-Lippe-Region und dem Münsterland noch ausweiten werde.

Impulse

Schon wegen der starken Spezialisierung sei der nationale Markt für diese Betriebe oftmals zu klein. Aus betriebswirtschaftlichen Gründen seien sie auf den Weltmarkt angewiesen. Gleichzeitig, so Schulte-Uebbing, gehen von diesen Unternehmen zahlreiche Impulse für Innovationen und neue Arbeitsplätze auch in anderen Wirtschaftszweigen der Region aus. „Wir brauchen die Industrie, und die Industrie braucht den Weltmarkt“, so die Formel des IHK-Hauptgeschäftsführers.

Die Kammer unterstrich die Bedeutung des Außenhandels für die regionale Wirtschaft. Rund 200 000 der insgesamt 750 000 sozialversicherungspflichtigen Jobs sind danach vom Auslandserfolg der Unternehmen abhängig.

Angesichts der demografischen Entwicklung seien zudem viele Märkte in Deutschland und Westeuropa gesättigt. Wachstumsmärkte sieht Schulte-Uebbing in Asien, Russland oder in Lateinamerika. Der dort herrschende Nachholbedarf und das deutsche Angebot an Investitionsgütern „passen bestens zueinander“, betonte er. Die IHK gehe deshalb davon aus, dass dieses Geschäftsmodell trotz aller Risiken auch in den nächsten Jahren Bestand haben werde.

Dazu will die IHK dem internationalen Geschäft nach dem kräftigen Umsatzeinbruch im vergangenen Jahr neue Impulse geben, beispielsweise mit dem IHK-Außenwirtschaftstag am 21. September in Münster. Zu der landesweit größten Fachveranstaltung werden mehr als 600 Unternehmer erwartet.

Bildung

Als wichtigen Baustein für das „funktionierende Geschäftsmodell Nord-Westfalen“ bezeichnete Schulte-Uebbing neben einer leistungsfähigen Verkehrs- und Kommunikationsinfrastruktur die weiterhin starke Aus- und Weiterbildung in der Wirtschaft. Trotz der Krise sei es 2009 gelungen, die Zahl der Ausbildungsbetriebe um 300 auf über 7300 zu erhöhen.

 
 

EURE FAVORITEN