„Ich will Neurochirurg werden“

Patrick Mammen
Am Projekt „Berufsnavigator" am Heinrich-Heine-Gymnasium nahmen auch Kira Zaun, Laura Helck, Maurice Loetzsch und Jörn Schmidt. Foto: Birgit Schweizer
Am Projekt „Berufsnavigator" am Heinrich-Heine-Gymnasium nahmen auch Kira Zaun, Laura Helck, Maurice Loetzsch und Jörn Schmidt. Foto: Birgit Schweizer
Foto: WAZ FotoPool

Bottrop. „Ich will auf gar keinen Fall Allgemeinmediziner werden. Das ist mir viel zu langweilig. Neurochirurgie interessiert mich.“ Jörn Schmidt ist 16 Jahre alt, Schüler des Heinrich-Heine-Gymnasiums und weiß genau was er will. Das ist bei Schülern der zehnten Klassen eher selten.

Laura Helck (15) zum Beispiel, weiß es nur ungefähr: „Vielleicht Architektur studieren, oder Lehrerin an der Folkwang Schule in Essen werden“. Maurice Lötzsch (16): „Ich lass mich überraschen, was dabei rauskommt.“

Mit „dabei“ ist der Berufsnavigator-Test gemeint. Hier wird abgefragt, welche Interessen und Talente die Schüler haben. Aus diesem Test wird dann eine Empfehlung für den jeweiligen Schüler erstellt. „Hier am Heinrich-Heine-Gymnasium nehmen bei der Premiere 94 Schüler aus der zehnten Klasse teil“, sagt Studienrätin Anna Maischatz.

Die Befragung läuft in kleinen Gruppen zu vier Jugendlichen ab. Die Schüler sollten sich untereinander gut kennen. „So können sie Talente und Begabungen nennen, die ihnen bei ihren Freunden auffallen. Da gibt es schon mal die ein oder andere Überraschung.“ Es werden Charaktermerkmale wie Belastbarkeit, Bildung, Konzentrationsfähigkeit und soziale Kompetenz durch die Mitschüler bewertet. Eigenschaften, die in den mittlerweile wieder abgeschafften Kopfnoten beurteilt wurden.

Im zweiten Teil des Verfahrens werden die Schüler - wieder in Gruppen - in einem Gespräch über ihre Berufsmöglichkeiten beraten. Das leisten Mitarbeiter des Berufsnavigators.

Am Donnerstag absolvierten die Schüler den ersten Teil. Die Beratung folgt am Samstag, möglicherweise mit einer Überraschung für den angehenden Mediziner Jörn.