Humor mit Hochspannung

Szene aus „Geld macht doch glücklich“, der Neuproduktion von „Lisas lustiger Laienschar“.
Szene aus „Geld macht doch glücklich“, der Neuproduktion von „Lisas lustiger Laienschar“.
Foto: Hedermann

Bottrop..  Licht aus, Scheinwerfer an – im Ebeler Matthiashaus ist momentan Lisas lustige Laienschar nunmehr zum vierzehnten Mal auf der Bühne zu erleben und verzaubert die zahlreich erschienenen Zuschauer mit einer neuen Produktion. Soviel vorweg: Auch dieses Mal darf wieder von Herzen gelacht werden, denn in „Geld macht doch glücklich“ werden zahlreiche Klischees auf die Schippe genommen.

Spaßfaktor steht ganz oben

Als Familie Senfkorn ihren Reichtum verliert, die Mutter an ihrem Lebensstandard festhält, die Tochter ihre Vorliebe für Frauen entdeckt, der Sohn immer mehr in den Hintergrund gerät und dann auch noch ein mysteriöser alter Mann in ihr Haus einzieht, ist das Chaos perfekt. Doch die Familie weiß nicht, dass ihr neuer Mitbewohner ein reicher Verwandter ist, der seine potenziellen Erben kennenlernen möchte. Mehr wird hier natürlich nicht verraten.

Wichtig bei der Auswahl des neuen Stückes war natürlich der Spaßfaktor. „Das ist die Hauptsache, wir wollen unterhalten und das wollen die Leute auch sehen“, sagt Leiterin Lisa Hagenburg. Doch mittlerweile finden sich nicht mehr nur altbekannte Gesichter unter den Zuschauern, die sich den fast drei Stunden dauernden Humor mit Hochspannung nicht entgehen lassen wollen.

Ingrid S. aus Essen ist schon zum zweiten Mal unter den begeisterten Zuschauern. „Ich liebe die ausgewählten Stücke hier, die immer mit viel Witz und Charme gespielt werden. Durch einen Zufall habe ich vor einem Jahr davon gehört, seitdem verpasse ich keine Vorstellung!“ Der Erfolg gibt der lustigen Truppe recht. Seit Jahren sind alle Veranstaltungen gut besucht, oft sogar ausverkauft. „Am Anfang haben wir nur zwei Aufführungen gemacht, die Resonanz war allerdings so groß, dass wir auf vier erhöht haben“, weiß Hagenberg.

Sekt gegen Lampenfieber

Mit an Bord ist dieses Mal auch Birgit Linnemann, die zum allerersten Mal mit der Laienschar auf der Bühne steht. „Ich bin relativ spät erst dazu gestoßen, wurde aber direkt herzlich empfangen und integriert. Ich würde jedes Mal wieder mitmachen!“ Dennoch macht sich bei allen vor jeder Aufführung das nur zu gut bekannte Lampenfieber breit. „Das wird dann mit einem Gläschen Sekt behandelt“, schmunzelt Hagenburg. Außerdem spuckt das Gruppenoberhaupt jeden ihrer Kollegen drei Mal an. Toi, toi, toi! „Das macht man so beim Theater. Zurück gespuckt wird allerdings nicht.

Weitere Aufführungen: 27. (18.30 Uhr) und 28. Oktober (15 Uhr). Karten im Matthiashaus, Ebelstraße.

 

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