Hospiz: Baukosten wohl niedriger

Neue Spitze für das Hospiz: Peter Stadtmann (1. Vorsitzender des Fördervereins, l.)  und Paul Mensing- Göke, neuer Geschäftsführer der künftigen gGmbH, die das Hospiz betreiben wird.
Neue Spitze für das Hospiz: Peter Stadtmann (1. Vorsitzender des Fördervereins, l.) und Paul Mensing- Göke, neuer Geschäftsführer der künftigen gGmbH, die das Hospiz betreiben wird.
Foto: WAZ FotoPool
Im Fördervein für die Hospizarbeit in Bottrop geht der Vorstand von einer deutlichen Unterschreitung der bislang auf eine halbe Millionen Euro veranschlagten Kosten für Um- und Neubau aus. Viele Unternehmen arbeiteten ehrenamtlich oder zu besonders günstigen Konditionen für die neue Pflegeeinrichtung für alle Bottroper Bürger.

Der Förderverein der Hospizarbeit Bottrop e.V. hat eine neue Spitze. In dieser Woche übernahm Peter Stadtmann das Amt des 1. Vorsitzenden, das über viele Jahre verdienstvoll wie umsichtig Klaus Erkrath, der frühere Leiter des städtischen Gesundheitsamtes, inne hatte. Als Geschäftsführer für die neue gGmbH, die unter dem Dach des Fördervereins das stationäre Hospiz neben dem Knappschaftskrankenhaus betreiben wird, konnte der Verein den Bottroper Unternehmer Paul Mensing-Göke gewinnen.

Als Geschäftsführer wird Mensing-Göke künftig die wirtschaftlichen Geschicke des Acht-Betten-Hauses lenken aber auch für Personalplanung federführend zuständig sein. „Eine Arbeit, die man nicht freizeitmäßig nebenbei betreiben kann“, so der Betriebswirtschaftler. Mensing-Göke wird als einziger im Hospizteam, zu dem neben dem Förderverein, der neuen gGmbH auch die ambulante Hospizgruppe gehört, eine geringe Aufwandsentschädigung bekommen. So arbeitet das künftige Hospiz auch in diesem Bereich professionell und dennoch äußerst kostengünstig. Denn für alle Engagierten in den drei Bereichen steht die caritative Idee an oberster Stelle.

Als nächster Schritt steht die Unterzeichnung des Erbpachtvertrages mit der Knappschaft als Eigentümerin des Grundstücks und der früheren Chefarztvilla an. Dann folgt die Anmeldung im Handelsregister, der Bauantrag beim Bauamt und dem Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL). Dies sei nötig, da es sich bei dem Hospiz um eine Pflegeeinrichtung handele, so Mensing-Göke.

Der Baubeginn für den Anbau und der Umbau der alten 50er-Jahre Villa wird - wie angekündigt - im Mai sein. Dabei geht Vorstandsmitglied Oliver Helmke, in dessen Händen die Baubetreuung liegt, bereits von einer wesentlichen Unterschreitung der ursprünglich mit etwa einer halben Millionen Euro veranschlagten Kosten aus. „Ich denke, wir werden mit 250 000 Euro auskommen, wenn alles gut läuft“, so Helmke. Es seien schon jetzt viele Betriebe mit im Boot, die für den guten Zweck auch gute Preise machten. Schließlich sei das Hospiz eine Einrichtung für alle Bottroper Bürger, die diese Pflege einmal benötigten.

Auch in der Öffentlichkeit bedankt sich der Vorstand des Fördervereins der Hospizarbeit Bottrop bei seinem langjährigen Vorsitzenden Dr. Klaus Erkrath für die engagierte Arbeit, ohne die das Projekt des ersten stationären Hospizes in dieser Stadt nie soweit gediehen wäre.
Info: www.hospizbottrop.de

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