Hip-Hop-Festival "Out4Fame" zieht ab 2017 nach Dortmund

Knapp 7000 Besucher waren pro Tag vor Ort. Hier der Auftritt von Rapper Pedaz.
Knapp 7000 Besucher waren pro Tag vor Ort. Hier der Auftritt von Rapper Pedaz.
Foto: FUNKE Foto Services
Das „Out4Fame“-Festival zieht ab 2017 um nach Dortmund. Die Anbindung des Festivalgeländes und Internetverbindung sind dort besser.

Bottrop-Kirchhellen.. Wenn in der Nacht zum Sonntag die Hip-Hop-Fans das Festivalgelände am Flugplatz Schwarze Heide verlassen habe, dann ist es ein Abschied für längere Zeit. Veranstalter Carlos Wind kündigte an, dass das nächste „Out4Fame“-Festival in Dortmund stattfinden wird. Die Anbindung mit Bus und Bahn sei dort besser, gleiches gilt für die Internetverbindung. Wo genau in Dortmund das Festival steigt, werde noch bekannt gegeben, doch Wind sagt auch: Mit dem Umzug nach Dortmund könne er besser für sein Festival werben, schließlich sei Dortmund bekannter als die Schwarze Heide.

Nichtsdestotrotz war er mit den drei Tagen am Flugplatz zufrieden: Ausgelassene Stimmung, familiäre Atmosphäre und ein cooles Publikum, das Verständnis für die Sicherheitsvorkehrungen zeigte - so fasst Wind das Festival zusammen.

Ein großes Gefühl des Miteinanders

Zum dritten Mal fand das Festival am Flugplatz statt. Neben Größen wie Sido und Slick Rick standen auch Timeless und Pedaz auf der Bühne. Mit rund 7000 Besuchern je Veranstaltungstag zeigt sich Wind zufrieden: „Wir sind hier wie eine Familie. Es gab keine einzige Schlägerei, sondern ein großes Gefühl des Miteinanders.“

Auch Martin Götzke vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) berichtet, dass alles ruhig ablief. Außer kleineren Hilfeleistungen bei Insektenstichen, Sonnenbränden und Kreislaufproblemen war nichts zu tun. Mit bis zu 35 Kräften waren die Helfer vor Ort und meldeten keine Zwischenfälle. Über die gute Zusammenarbeit mit dem Veranstalter und den Behörden zeigt sich Götzke zufrieden.

Undercover-Feeling

Jenny aus Dortmund bestätigt das Festival-Feeling. Die 27-jährige Krankenschwester war im vergangenen Jahr schon dabei und mag das „Undercover-Feeling“, wie sie es nennt: „Das Flair hier ist toll. Es kommt nicht jeder hier hin, so dass eine tolle familiäre Stimmung entsteht.“ Trotzdem schlafe sie lieber im Hotel und nehme sich ein Taxi, denn normale Duschen müssten schon sein, so ihre Ansicht.

Philipp und Sabina hingegen haben ihr Zelt auf dem Gelände aufgeschlagen. Beide sind sich einig, dass das die richtige Entscheidung war. Die 19-jährige Studentin aus dem Emsland erzählt grinsend: „Wenn man nicht im Zelt schläft, ist es kein Festival-Feeling. Der Dreck gehört dazu. Und einmal Duschen muss reichen.“ Ihr Resümee: „Alles super gelaufen. Es hat sich gelohnt. Und sicher war es obendrein.“

Lob für die Organisatoren

Die gute Atmosphäre schätzt auch „Timeless“-Hip-Hopper Giuseppe. Das weiße Handtuch lässig über den hellen Pulli geworfen, die grüne Mütze passend zur kurzen Hose, die Cola in der rechten Hand, steht der 25-Jährige Musiker aus Offenbach am Getränkestand und schaut sich um: „Das ist ein sehr gut organisiertes Festival. Das Programm ist gut ausgewählt und die Mischung macht’s. Straßenrap, intelligenter Rap, Old-School, New-School – alles war dabei.“ Giuseppe ist zum zweiten Mal dabei und hofft, auch im nächsten Jahr wieder auftreten zu dürfen.

Das nächste Out4Fame – dann eben in Dortmund – findet vom 18. bis 20. August 2017 statt. Der Vorverkauf ist bereits gestartet. Jenny aus Dortmund hat sich ihr Ticket schon gesichert und freut sich aufs Festival in der Heimat.

 
 

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