Heine-Schülerin gewinnt Vorlesewettbewerb

Die Teilnehmer am Stadtentscheid des Vorlesewettbewerbs. Durchgesetzt hat sich am Ende Marie Sabine Schröder (hintere Reihe, 3. v. li.).
Die Teilnehmer am Stadtentscheid des Vorlesewettbewerbs. Durchgesetzt hat sich am Ende Marie Sabine Schröder (hintere Reihe, 3. v. li.).
Foto: FUNKE FotoServices
Beim 56. Vorlesewettbewerb der 6. Klassen in Bottrop setzte sich Marie Sabine Schröder vom Heinrich-Heine-Gymnasium durch. Als Beste der Stadt tritt sie im Frühjahr beim Bezirksentscheid an.

Bottrop..  Lina Reichhardt hält ihr Lieblingsbuch fest in den Händen, als Glücksbringer hat sie eine kleine Eule dabei. Noch sitzt die Sechstklässlerin der Willy-Brandt-Gesamtschule mitten im Publikum, doch gleich wird sie auf der Bühne in der Aula der Gustav-Heinemann-Realschule ihren großen Auftritt haben – beim Stadtentscheid des 56. Vorlesewettbewerbs der sechsten Klassen.

Jury entscheidet

Sieben Mädchen und zwei Jungen, die an ihrer jeweiligen weiterführenden Schule bereits zu den besten Vorlesern gekürt wurden, treten an diesem Donnerstag gegeneinander an. Ein Junge kann leider nicht mitmachen, weil er erkrankt ist. Klar ist sie aufgeregt, verrät die elfjährige Lina, und natürlich hat sie viel geübt, um die Zeilen aus dem Buch „Flos Tierpension – Affenmama gesucht“ gut und zur Zufriedenheit von Publikum und Jury vorzutragen. Sie weiß, worauf es ankommt: „Dass man deutlich liest, nicht so schnell und auch betont.“

Die Jury bilden Vertreter von verschiedenen Grundschulen, dazu von Kinderbücherei und Buchhandlung Erlenkämper. Und sie bekommen in der ersten Runde Zeilen zu hören, die die jungen Teilnehmer selbst ausgewählt haben. Aufgerufen werden sie in alphabetischer Reihenfolge. Wer dran ist, setzt sich an einen Schultisch auf der Bühne und legt mit einer kurzen Vorstellung des Buches los. Lina und ihre Mitstreiter sind geübt, das merkt man. Auch wenn das Mikro mal streikt – sie lesen unverdrossen weiter. Lustige Geschichten, traurige und kuriose – immer höchstens drei Minuten lang.

Nach einer kleinen Pause sind die Schulsieger im Lesen noch einmal an der Reihe. Diesmal gilt es, einen für sie noch fremden Text vorzulesen. Am Ende hat, so entscheidet die Jury, Marie Sabine Schröder vom Heinrich-Heine-Gymnasium die Nase vorn. Für die junge Siegerin geht der Vorlesewettbewerb jetzt noch weiter: Im Frühjahr steht für sie der Bezirksentscheid auf dem Programm.

Für die Gustav-Heinemann-Realschule war es der zweite Wettbewerb dieser Art, der dort ausgetragen wurde, so die 2. Konrektorin Karen Bagatsch-Preuß. Die Vorleserunden wurden von unterhaltsame Programmpunkten, gestaltet von den Realschülern, umrahmt.

EURE FAVORITEN