Grundschüler experimentieren mit Elektrizität

Für einige Wochen wurden aus Schülerinnen und Schülern der Droste-Hülshoff-Schule ziemlich ambitionierte Nachwuchs-Forscher: In Kooperation mit der „Studienstiftung Grasedieck“ untersuchten die Viertklässler in ihren Experimenten naturwissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten und Phänomene.

Es ging auch um das Thema Elektrizität. Und so funktionierte es: Wer erforschen möchte, welche Alltagsgegenstände Strom leiten, der benötigt eine Batterie, Kabel, eine Glühlampe, eine Plastikverpackung, eine Gabel, einen Kugelschreiber, eine Schere, ein Stück Holz und ein Blatt Papier. Das reicht schon, wie die Viertklässler der Droste-Hülshoff-Schule nun souverän unter Beweis stellten. Und sobald ein Stromkreis gebaut ist, werden die Gegenstände dazwischen geschaltet. Wenn nun das Glühbirnchen weiter brennt, dann leuchten auch die Augen der Kinder auf – sie freuen sich sichtlich, einen Stromleiter gefunden zu haben.

Alltägliche Beobachtung

Kennengelernt hatten die Jungen und Mädchen das Experiment während eines Projekts, das die „Studienstiftung Grasedieck“ in den vergangenen Monaten in der Klasse durchgeführt hatte. Stifter Dieter Grasedieck und Klassenlehrerin Sandra Holterhoff führten im Sachunterricht regelmäßig naturwissenschaftliche Versuche mit den „kleinen Forschern“ durch – orientiert einerseits am Lehrplan und andererseits an der Lebenspraxis der Grundschüler, an ihren alltäglichen Beobachtungen. Das Projekt kam gut an bei den Schülerinnen und Schülern.

Aber auch Schulleiter Christoph Mewes ist begeistert von dem Angebot der Studienstiftung Grasedieck: „Das selbst organisierte Lernen spielte eine wichtige Rolle. So konnten die Kinder Versuche selber erproben, aber sie sollten auch Vermutungen anstellen und ihre Ergebnisse dokumentieren“, lobt er das Schul-Projekt.

Bei den Grundschülern jedenfalls dürfte durch dieses Projekt ein weiteres zentrales Ziel der „Studienstiftung Grasedieck“ erreicht worden sein: junge Menschen aus Bottrop für die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) zu begeistern.

Kinder begreifen ihre Umwelt

Die „Studienstiftung Grasedieck“ haben Christa und Dieter Grasedieck Anfang 2013 gegründet. Zum Kuratorium gehören Vertreter von Stadt, Rat und Hochschule Ruhr West.

Dieter Grasedieck, vielen auch als SPD-Politiker und früherer Bürgermeister bekannt, und seine Frau Christa arbeiteten in ihrem Berufsleben mit Auszubildenden und Studierenden an Berufskollegs und Unis in der Berufsbildung und in der Pädagogik. Sie beide sind überzeugt davon, dass Kinder ein großes Interesse daran haben, ihre Umwelt zu begreifen. Wichtig sei ihnen, dass Kinder durch Experimente ausprobieren, Fragen stellen und selbst nach Antworten suchen können, sagen die beiden Stifter über ihre Motivation.

 
 

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