Grüne Jugend steht zu ihrer Kampagne ,Ich bin linksextrem’

Grüne-Jugend-Sprecherin Julia Rüdel
Grüne-Jugend-Sprecherin Julia Rüdel
Foto: WAZ FotoPool

Bottrop.  Die Grüne Jugend hat nicht vor, sich von ihrer gemeinsam mit der Linksjugend gegründeten Kampagne „Ich-bin-linksextrem“ zu distanzieren. Das hatten CDU-Organisationen von ihnen gefordert.

Wie die Kreisvorsitzende der Grünen Jugend, Julia Rüdel, sagt, sei die Internet-Kampagne eine Satire auf die Pauschalisierung etwa von Antifaschisten und Kapitalismuskritikern als Linksextreme. Man stelle sich ganz klar gegen die inflationäre Benutzung des Begriffs „Linksextremismus“.

Anderes Weltbild

Rüdel: „Nur weil manche Leute ein anderes Weltbild als das der Jungen Union haben, z.B. hinsichtlich des Frauenbilds oder der Gleichstellung von homosexuellen Paaren, sind sie nicht gleich linksextrem.“ Die Kampagne habe auch nichts verfassungsfeindliches. Es liege hier „wohl eher ein intellektuelles Grundproblem bei der KPV und JU vor, eine Satire zu erkennen und richtig zu deuten“. Wenn die Junge Union die Grüne Jugend nun als linksextremistisch bezeichnen möchte, habe sie den Sinn dieses Begriffes missverstanden und sei eine der ersten Adressaten für die Kampagne.

 
 

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