Grüne befürworten Elternhaltestellen an Schulen

Die geplante Elternhaltestelle an der Bottroper Straße in Kirchhellen.
Die geplante Elternhaltestelle an der Bottroper Straße in Kirchhellen.
Foto: FUNKE FotoServices
Sprecher will auch diskutieren, ob Mütter oder Väter Kinder auf Fahrrädern zur Schule begleiten können.

Bottrop..  Die Grünen sprechen sich für die Einrichtung so genannter Elternhaltestellen in der Nähe von Schulen aus. „Das Projekt Elternhaltestelle ergänzt die grüne Idee der Bring- und Abholparkflächen fantastisch“, meint Roger Köllner, sachkundiger Bürger für die Grünen im Verkehrsausschuss des Rates. Während der Beratungen zum diesjährigen Haushalt der Stadt hatten die Grünen so genannte „Bring- und Abholflächen“ in der Nähe von Grundschulen in die Diskussion eingebracht.

Wegfall der Schulbezirke

„Nach dem Wegfall der Schulbezirke für Grundschulen durch die damalige schwarz-gelbe Landesregierung hat sich das Anmeldeverhalten der Eltern verändert. Die kurzen Wege für die kurzen Beine sind auch schon mal zu längeren Wegen geworden“, begründet ihr verkehrspolitischer Sprecher die Forderung. Hinzu komme, so Köllner, dass gerade berufstätige Eltern es praktisch finden, ihre Kinder auf dem Weg zur Arbeit an der Schule abzusetzen. Da müsse auch in der Stadt- und Verkehrsplanung berücksichtigt werden. „Es greift zu kurz, die Eltern als verkehrsgefährdende Chaosbringer abzustempeln. Wir brauchen Maßnahmen, die die Schulen, Eltern und die Stadtplanerinnen in ein Boot holen“, meint der Grüne. Die Idee der Stadtverwaltung, die Einrihtung von Elternhaltestellen zu prüfen, befürworten die Grünen deshalb ausdrücklich. Sie sehen diese als optimale Ergänzung zu den von ihnen vorgeschlagenen Bring- und Abholflächen an.

Für Irritation bei den Grünen habe jedoch die Aussage des SPD-Ratsherr Rüdiger Lehr gesorgt, der es für gut hält, wenn Kinder gemeinsam mit ihren Freunden mit dem Fahrrad oder zu Fuß zur Schule kommen. „Die Grundschulen sind in der Regel weder mit Abstellmöglichkeiten für Fahrräder ausgestattet, noch ist dies bisher gewünscht von den Grundschulen in den Klassen 1 bis 4, erklären sie.

„Wir sollten jedoch die Eltern als Begleitung zur Schule auf Fahrrädern in den Blick nehmen“, meint auch Köllner.. Das hieße aber, einen aktuellen Stand zu ermitteln, welche Grundschulen Abstellmöglichkeiten für die Fahrräder der Grundschüler anbieten. Köllner: „Als Alternative bei längeren Wegen zur Schule werden in der fahrradfreundlichen Stadt Bottrop bestimmt einige Eltern das Angebot annehmen.“

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