Große Beteiligung beim Schützenfest

Schützenfest der  „Alten Allgemeinen Bürgerschützengesellschaft“ in Bottrop. Große Beteiligung der Schützen auch beim Marsch durch die Innenstadt.
Schützenfest der „Alten Allgemeinen Bürgerschützengesellschaft“ in Bottrop. Große Beteiligung der Schützen auch beim Marsch durch die Innenstadt.
Foto: Winfried Labus/WAZ-FotoPool

Bottrop..  Der Zug ist lang, die Musik zackig und die Kapellen ausnehmend gut intoniert als sich die Kompanien der Alten Allgemeinen Bürgerschützengesellschaft gestern vom Rathausplatz aus wieder in Richtung Festzelt in Bewegung setzen. Aber nicht nur die Teilnahme auf Seiten der Schützen und ihrer Gäste ist groß, einige Hundert sind im Gleichschritt auf den Beinen. Auch zahlreiche Schaulustige haben sich am Sonntagnachmittag wieder auf dem Rathausplatz eingefunden, um das Königspaar Wolfgang I. und Andrea I. zu erwarten.

Zahlreiche Neuzugänge

In würdevollem Schritttempo nähert sich der Kutschenkorso der Majestäten samt Gefolge dem Rathaus. Zuvor hatten die Kompanien bereits das dreifache „Gut Schuss!“ wie Salven aus vollen Kehlen geschmettert. Als die Kutschen langsam den wohl schönsten Architekturplatz Bottrops umrunden, erschallt Applaus, einige Schaulustige schwenken grün-weiße Fähnchen bevor das Königspaar schließlich die Parade abnimmt. Die Linien der Uniformierten stehen, von Ermüdung - schließlich ist es bereits der zweite Tag der traditionell dreitägigen Sause - keine Spur. Eindrucksvoll der bewegt sich der lange Zug nach Parade und Ehrung verdienter Jubilare (siehe weiterer Text auf dieser Seite) über Gladbecker Straße, Altmarkt und Pferdemarkt Richtung Festzelt bei der Villa Dickmann. Einige Regentropfen fallen zögerlich. Zum Glück - auch für die Roben der Damen - hält das Wetter und der Einzug zum Festball erfolgt bei trockenem Wetter.

Bereits am Vortag hatte die „Alte Allgemeine“ zum Totengedenken auf den Alten Friedhof geladen, wo der Vorsitzende Günter Korte unter anderem auch an die verdienten Schützen Herbert Schmidt und Rudolf Klar aber auch an Hildegard Niggemann erinnerte. Beim anschließenden Gottesdienst platzte die ehrwürdige St. Cyriakuskirche dann wieder einmal aus allen Nähten. Dort hatten „Ehemalige“ den organisatorischen Hut auf. Für Propst Neumann zelebrierte der ehemalige Pfarrer von St. Barbara, Rudolf Garus, das feierliche Amt für alle lebenden und verstorbenen Schützen. Für Kirchenmusikerin Ursula Kirchhoff stieg der Ex-Kantor der Propsteigemeinde, Bernhard Korte, wieder einmal auf die Empore und ließ die Orgel brausen.

Die bisherige Bilanz des diesjährigen Schützenfestes fiel im Vergleich zu den Vorjahren außerordentlich gut aus. Oberst Andreas Künkler zog schon jetzt ein positives Resümee. Etwa 700 Besucher am Samstagabend im Festzelt, rund 300 Schützen beim Großen Zapfenstreich und eine ganze Anzahl neuer Schützen zwischen 18 und 62 Jahren - vor allem in der 2. Kompanie - gehören zur vorläufigen Bilanz.

Heute geht es in die Schlusskurve. Um 8.45 Uhr heißt es Antreten vor der Herz-Jesu-Kirche, dann folgt der Abmarsch Richtung Festzelt, wo um 10.15 Uhr das Vogelschießen beginnt. Um 16.30 Uhr gibt es dann ein Platzkonzert vor dem Rathaus, bevor dort um 17.45 Uhr das neue Königspaar eintrifft und vom Oberbürgermeister begrüßt wird.

 
 

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