Geschäftsführer von Innovation City beurlaubt

Michael Friese
Gelöst wirkte Markus Palm (re.) noch einen Tag vor Bekanntwerden seiner Beurlaubung. Mit im Bild: Die städtischen Innovation-City-Projektleiter Klaus Müller und Stefanie Hugot. Foto: Birgit Schweizer / WAZ FotoPool
Gelöst wirkte Markus Palm (re.) noch einen Tag vor Bekanntwerden seiner Beurlaubung. Mit im Bild: Die städtischen Innovation-City-Projektleiter Klaus Müller und Stefanie Hugot. Foto: Birgit Schweizer / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Bottrop. Der Geschäftsführer der „InnovationCity Management GmbH“ muss seinen Hut nehmen. Markus Palm, der den Part übernommen hatte, für den federführenden Initiativkreis Ruhr die Startphase des Projekts in der Innovation-City Bottrop mit zu gestalten, wurde jetzt von seinem Posten beurlaubt.

Noch einen Tag vor Bekanntwerden der Abberufung hatte der 40-Jährige im Kreis seiner städtischen Kollegen den Umzug der Management-Gesellschaft ins neue Beratungsdomizil an der Südringcenter-Promenade vorgestellt. Über seine anstehende Beurlaubung fiel hier kein Wort, auch dass ihn dies belasten könnte, war Palm nicht anzumerken. Im Gegenteil zeigte er sich gelöst, vielleicht auch, weil er am vergangenen Montag Vater geworden war.

Zweifel im Vorfeld

„Markus Palms Vertrag läuft noch einige Monate weiter“, sagt der Sprecher des Initiativkreises Ruhr, Thomas Hüser. Man werde ihm bei der Suche nach einer neuen Beschäftigung so weit wie möglich behilflich sein.

Im Vorfeld waren schon vereinzelt Zweifel aufgekommen, ob die Qualifikation Palms als gelernter Architekt noch zu dem Anforderungsprofil passt, das inzwischen an die Geschäftsführung der GmbH gestellt wird. Spätestens, als Initiativkreis-Moderator Bodo Hombach vor wenigen Wochen den langjährigen Oberbürgermeister von Oberhausen, Burkhard Drescher, als Sonderbeauftragten vorstellte, der die Management-Gesellschaft „aktiv unterstützen“ werde, der zudem die Partnerschaftskonferenz der Geldgeber am kommenden Freitag maßgeblich realisiert hat, war die Rolle Palms neu definiert und ein baldiger Führungswechsel wurde für Beobachter immer wahrscheinlicher.

Nachfolger im Gespräch

Von Drescher als potenziellem Nachfolger wird erwartet, dass er sowohl die politische Reichweite nach Brüssel, Berlin und Düsseldorf besitzt, als auch die Kontakte und Fähigkeiten, weitere potente Partnerfirmen für das Innovation City-Projekt zu gewinnen. IR-Sprecher Hüser: „Die jetzt anstehenden Aufgaben erfordern zwangsläufig andere Persönlichkeiten.“