Gäste machen sich ein Bild vom Hospiz

Um auf seine Ziele und sein Wirken hinzuweisen, hatte das Bottroper Hospiz am Sonntag zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Denn seine haupt- und ehrenamtlichen Betreiber wissen, dass viele Menschen von einem falschen Bild ausgehen und nicht selten einen kühlen, dunklen Ort zum Sterben vermuten.

So konnten die Besucher jetzt einen Blick hinter die Kulissen werfen und mit den Fachkräften vor Ort auch über das Tabu-Thema Tod erörtern. Nicht zuletzt warb das Hospiz für die eigene Sache, denn es ist von Spenden abhängig, ohne die ein Aufenthalt von sterbenden Patienten in dieser pflegenden Einrichtung nicht möglich wäre.

Daher freuten sich Hospiz- und Pflegedienstleiter Christoph Voegelin sowie Geschäftsführer Jürgen Münnich sichtlich über die erhebliche Spende, die der Bürger-Lauf „Bottrop beweg dich“ vom vergangenen Freitag erbrachte: 100 000 Euro kamen dabei für das Hospiz zusammen. Münnich. „Wir brauchen regelmäßig Spenden, damit wir diese Einrichtung erhalten können. Und dabei hilft uns jede Zuwendung.“

Aber nicht nur Geld hilft. Ehrenamtliche Mitarbeiter sind die treibende Kraft der Institution. So wie Katja Vent, die seit März dort ehrenamtlich arbeitet. Auf die Frage, warum sie ihre Kraft für das Hospiz einsetzt, meint sie: „Ich betrachte es als eine Berufung.“

Der Tag der offenen Tür erhielt eine gute Bewertung von den Besuchern. Auch von Angehörigen der Patienten. Etwa Horst und Martina Purwem. „Viele Leute haben ein falsches Bild von Hospizen. Ein Hospiz bietet Hilfe für sterbende Menschen und deren Angehörige. Vor allem vor den Pflegern in der Bottroper Einrichtung ziehen wir unseren Hut.“

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