Ex-Schüler berichten über Weg zum Traumjob

Ein Berufsinformationstag am Heinrich-Heine-Gymnasium: Hier berichtet Mediziner Steffen Veen Schülerinnen und Schülern über seinen Werdegang in den Beruf seiner Wahl.
Ein Berufsinformationstag am Heinrich-Heine-Gymnasium: Hier berichtet Mediziner Steffen Veen Schülerinnen und Schülern über seinen Werdegang in den Beruf seiner Wahl.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Beim Berufsinformationstag am Heinrich-Heine-Gymnasium bekommen junge Leute viele Tipps.

Bottrop..  Ein Grund, warum zahlreiche Schüler des Heinrich Heine Gymnasiums sogar an einem Samstag zur Schule kommen, ist der Berufsinformationstag für den Abiturjahrgang des nächsten Schuljahres. Ehemalige HHG-Schüler stellen dann ihre Berufe vor oder berichten über Studienmöglichkeiten. Die Schüler, die im Vorfeld persönliche Wünsche angeben konnten, nutzen die Gelegenheit vor allem, um Fragen zu stellen.

Einer der Gastredner ist Steffen Veen, der acht Schülern über den medizinischen Sektor informiert. Er absolvierte nach seinem Abitur zunächst eine Ausbildung als Krankenpfleger, nachdem er seinen Zivildienst in einem Krankenhaus gemacht hatte. Nach einem Jahr beim ambulanten Pflegedienst entschied er sich für ein Medizin-Studium. Trotz eines Notendurchschnitts von 3,4 bekam er aufgrund seiner Vorerfahrungen einen Studienplatz. „Würden Sie erst zu einer Ausbildung raten?“ möchte die 17-jährige Katharina wissen. „Die Ausbildung ist keine verlorene Zeit, wenn möglich würde ich aber direkt studieren“, rät Veen. Sara und Yannik erzählte er über das Praktikum im Studium, die Spezialisierung sowie die Kriterien der Universitäten für einen Studienplatz. „Es war sehr informativ und positiv, da nicht nur der gerade Weg zum Ziel führt“, fasst Sara am Ende der Stunde zusammen.

Eine andere Gastrednerin war Dr. Verena Heise. Sie studierte Neurobiologie in Heidelberg und Oxford und ist an der Universität Bonn tätig. Nach Informationen über die Studien- und Berufsmöglichkeiten gab sie den Schülern ein paar persönliche Tipps an die Hand. „Wählt einen Studiengang, der euch interessiert und der euren Fähigkeiten entspricht. Was Familien und Freunde sagen, ist unwichtig“, sagt die Heine-Abiturientin aus dem Jahrgang 2004. Ein Auslandssemester sei immer von Vorteil. Zuhause auszuziehen, Spaß zu haben und neue Leute kennenzulernen, hält sie für sehr wichtig. Die Neurobiologin ist überzeugt: „Man muss Durchhaltevermögen haben, Rückschläge und Umwege sind nicht schlimm“.

Einige Schüler profitieren übrigens auch unmittelbar von den Gästen im Gymnasium. So fragt Dennis, ob er Dr. Heise wegen seiner Facharbeit über Alzheimer kontaktieren darf. Klar, darf er. Da hat sich ja der Samstag an der Schule für ihn gelohnt.

EURE FAVORITEN