Ex-Leiterin der Heinemann-Realschule gestorben

Ingrid Goeke, bis zu ihrer Pensionierung 1995 Leiterin der Gustav-Heinemann-Realschule, ist im Alter von 82 Jahren gestorben. Unter ihrer Führung war die ehemalige Jungenrealschule von einer dreizügigen zu einer sechszügigen Schule gewachsen. Dem daraus folgenden Lehrer- und Raummangel hat sie mit großem Engagement abzuhelfen versucht.

Ingrid Goeke wurde am 2. Januar 1933 in Essen geboren, besuchte während des Zweiten Weltkriegs Volksschulen in Essen, Hessen und Österreich und machte 1953 das Abitur am Essener Maria-Wächtler-Gymnasium. An der Pädagogischen Hochschule in Essen-Kettwig absolvierte sie zwei Jahre später die erste Staatsprüfung für das Lehramt an Volksschulen und unterrichtete in Altenessen und Essen-Heisingen. Nach Bottrop kam sie nach ihrer zweiten Staatsprüfung 1959 durch die Heirat mit Dietrich Goeke, später Studiendirektor am Städtischen Gymnasium. Hier wurde auch ihre Tochter Gundula geboren, die später als „fliegende Apothekerin“ im Segelflugsport Erfolge feierte bis zum Titel der Europameisterin. In Bottrop unterrichtete Ingrid Goeke an der Lutherschule, der Fichteschule und an der Sonderschule für Lernbehinderte am Kreuzkamp.

Durch ein zweites Studium von 1962 bis 1966 in den Fächern Deutsch und Evangelische Religionslehrer an der Uni Köln erlangte sie die Lehrbefähigung für die Realschule. Ihr Deutsch-Studium ergänzte sie von 1971 bis 1973 am Germanistischen Institut der Uni Bochum.

Seit 1967 lehrte sie an der Mädchenrealschule, der späteren Marie-Curie-Realschule, und wurde dort 1973 Konrektorin. Im Dezember 1977 wechselte sie als Rektorin an die ehemalige Jungenrealschule, die heutige Gustav-Heinemann-Realschule. Dort feierte sie das 40-jährige Dienstjubiläum und wurde im Juli 1995 mit großem Lob von Eltern, Lehrer, Schulaufsicht und Stadt verabschiedet: „Große Geduld, mütterliche Wärme und unermüdliches Streiten“ für die bestmögliche Ausstattung der wachsenden Schule hätten sie ausgezeichnet.

 
 

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