Erster Spatenstich für neues Hospiz

Spatenstich für das neue Hospiz neben dem
Spatenstich für das neue Hospiz neben dem
Foto: WAZ FotoPool

Bottrop..  „Nun können wir endlich Vollzug melden“: Mit dem ersten feierlichen Spatenstich geht der lang ersehnte Bau des Bottroper Hospiz es nun in die aktive Bauphase über. Die Worte von Heinz Wehres, die viele Mitstreiter des Fördervereins wie Peter Stadtmann oder der neue Geschäftsführer der gemeinnützigen GmbH, Paul Mensing-Göke, so vor etwa 200 Besuchern äußerten, stehen auch für das gute Ende einer langen Geschichte ehrenamtlichen Einsatzes von unzähligen Frauen und Männern der Stadt für dieses Sozialprojekt.

Bagger, Bauhelme und nagelneue Spaten für diesen kurzen symbolischen Akt waren als Foto-Staffage schnell beiseite geräumt. Die Bottroperinnen und Bottroper, Vertreter aller politischer Parteien, der Kirchen oder Sozialverbände, zeigten im Garten der früheren Chefarztvilla und künftigen Hospiz neben dem Knappschaftskrankenhaus worauf es wirklich ankommt: Das gemeinsame Engagement vieler für ein menschenwürdiges Leben, zu dem immer auch ein würdiges Sterben gehört.

Ständiger Bedarf an Spenden

Ein Gedanke, den nicht nur Oberbürgermeister Bernd Tischler formulierte, der an bereits zwei Jahrzehnte erfolgreicher Hospizarbeit in Bottrop erinnerte.

Auch Barbi Mohr, Vorsitzende der ambulanten Hospizgruppe Bottrop, die mit ihrer Tätigkeit seit 1992 für die andere Seite der einen Hospiz-Medaille steht, verwies auf die ergänzende Facette, die das neue Haus im Dienst Schwerstkranker und Sterbender künftig leisten wird. Ohnehin versteht sich der Förderverein unter Vorsitz von Peter Stadtmann als Unterstützer sowohl für das neue Hospiz als auch die Hospizgruppe. Die meisten Besucher nutzten den kühlen Sonntagmorgen auf für einen Besuch in dem länger leerstehenden 60er-Jahre Bau, der im Frühjahr 2014 für insgesamt acht Gäste unabhängig von Herkunft und Religionszugehörigkeit eröffnen soll.

Dabei wird das Hospiz sicher auch von der Lage in unmittelbarer Nachbarschaft zum Knappschaftskrankenhaus profitieren. Sicher werde es eine wohlwollende Zusammenarbeit zwischen Krankenhaus und Hospiz geben, so Krankenhaus-Verwaltungsdirektor Thomas Tatka am Rande der Veranstaltung. Erst vor wenigen Tagen war der Erbbauvertrag zwischen Hospiz-GmbH und der Knappschaft als Eigentümerin von Villa und Grundstück geschlossen worden.

Alle Verantwortlichen stellten erneut klar, dass die eigentliche dauerhafte Arbeit mit der Eröffnung des Hospizes erst beginnt. Man rechnet mit einem jährlichen Spendenbedarf von gut 130 000 Euro für den Betrieb des Hauses.

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