Elektro-Luxusautos dienen Studienzwecken

Das Brabus-Projekt High Performance 4 WD Full Electric ist für die Hochschule Ruhr West interessant. Foto: Birgit Schweizer
Das Brabus-Projekt High Performance 4 WD Full Electric ist für die Hochschule Ruhr West interessant. Foto: Birgit Schweizer
Foto: WAZ FotoPool
Der Autotuner Brabus bietet seine Elektro-Limousinen zu Studienzwecken für gemeinsame Lehrprojekte mit der Hochschule Ruhr West an.

Bottrop. Wenn immer die Innovation City hohen Besuch bekommt, stehen zwei Elektro-Limousinen des Autotuners Brabus vor der Tür parat. Neulich erst chauffierte Brabus-Technikgeschäftsführer Ulrich-Joachim Gauffres zum Beispiel Vize-Kanzler Philipp Rösler oder Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in einem der beiden Zero-Emission-Mercedesse durch die Stadt.

Umweltfreundlicher Vierradantrieb

Der Autotuner stellt auch bei diesen Touren unter Beweis, dass die Concept Cars fahrtüchtig und trotz der alternativen Antriebstechnik über Elektromotoren in den Radnaben genauso komfortabel wie andere herkömmliche Fahrzeuge der Oberklasse sind. Durch den unabhängigen Antrieb jedes Rades verfügen dieses Elektro-Auto außerdem über ein besonders sicheres Fahrverhalten. Die Brabus-Limousine mit dem wohl umweltfreundlichsten Vierrad-Antrieb aller Zeiten lässt deshalb nicht nur prominente Politiker staunen, sondern weckt auch das Interesse der Wissenschaftler. So erwähnte Geschäftsführer Ulrich-Joachim Gauffres am Rande des Besuches von Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler, dass der Autotuner seine Concept Cars der Hochschule Ruhr West zu Studienzwecken bereitstellt.

„Es sind gemeinsame Projekte mit der Hochschule in Planung“, sagte auch Brabus-Public-Relation-Leiter Sven Gramm, „auch Lehrprojekte“. Der Autotuner sei an einer Weiterentwicklung der Elek-trofahrzeuge interessiert. „Projekte mit Hochschulen können ja für beide Seiten von Nutzen sein“, meinte er. Das Unternehmen arbeite daher auch mit anderen Hochschulen zusammen, zum Beispiel auch mit der Technischen Universität Sofia, an der Brabus-Geschäftsführer Bodo Buschmann seit einigen Jahren als Honorarprofessor tätig ist. „Wir haben immer wieder auch Praktikanten hier“, sagte Gramm.

Als Brabus seine Auszeichnung als Ort der Ideen für den neuartigen Allradantrieb seiner Full-Electric-Fahrzeuge feierte, waren selbstverständlich auch Professoren vom örtlichen Campus der Fachhochschule unter den Festgästen. Außer Campusleiter Prof. Gerd Bittner interessierte sich vor allem auch Prof. Uwe Handmann für die Brabus-Limousinen. Der Informatik-Institutsleiter an der Bottroper Hochschuldependance ist Ansprechpartner für das Lehrprojekt mit Brabus. Prof. Handmann forschte schon als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Neuroinformatik der Ruhruniversität Bochum an Fahrassistenzsystemen.

Intelligente Fahrzeuge

Auch an der Hochschule Ruhr West an der Tannenstraße gehören zu den Arbeits- und Forschungsschwerpunkten des Experten für Neuroinformatik Fahrassistenzsysteme - dazu zählen zum Beispiel Spurhalte-Assistenten und Abstandswarner oder auch Einparkhilfen und die Verkehrszeichenerkennung - sowie intelligente Fahrzeuge; also Autos, die technisch so ausgestattet sind, dass sie die Verkehrssicherheit erhöhen.

 
 

EURE FAVORITEN