Ein kleiner Roboter begeistert die Schüler

Der Roboter „Roberta“ wartet auf seine Programmierung durch die Schüler der Albert-Schweitzer-Grundschule.
Der Roboter „Roberta“ wartet auf seine Programmierung durch die Schüler der Albert-Schweitzer-Grundschule.
Foto: WAZ FotoPool
Roberta hat zwei Reifen, einen Steuerungscomputer mit Anschlüssen und macht Dinge, die Kinder ihr befehlen. Roberta ist der Name eines Roboters. Wie das Modell einzelne Befehle ausführt, lernen Schüler der Albert-Schweitzer-Grundschule in einem Workshop.

Bottrop.  Roberta hat zwei Reifen, einen Steuerungscomputer mit verschiedenen Anschlüssen und macht Dinge, die Kinder ihr befehlen. Roberta ist der Name eines Roboters. In einem zweitägigen Workshop lernen die Schüler aus den vierten Klassen der Albert-Schweitzer-Grundschule anhand kindgerechter Programmiersprache, wie das Modell einzelne Befehle ausführt.

Das Thema „Robotik“ des zdi-Zentrums mint4u der Hochschule Ruhr West (HRW) ist in der Aula der evangelischen Grundschule allgegenwärtig. Auf dem Boden liegt Nao. Der humanoide Roboter ist 58 Zentimeter groß und 5 Kilogramm schwer. Wenn er nicht regungslos daliegt, kann er tanzen oder Fußball spielen. Vier Roberta-Modelle bewegen sich währenddessen auf dem Boden hin und her. Jungen und Mädchen sitzen in Zweiergruppen an Laptops und programmieren. Mitarbeiter der HRW schauen ihnen dabei über die Schulter.

Mit wenigen Klicks zum Code

Bei einer Aufgabe soll der Roboter fünf Sekunden vorwärts, danach drei Sekunden rückwärts fahren und schließlich stehen bleiben. Die kleine Elif schaut auf den Monitor des Laptops und bewegt den Cursor der Computermaus über die Benutzerfläche. Ein Anklicken der farbigen Felder genügt und beinahe spielerisch bestimmt das Mädchen den Code. In einem anderen Bedienfeld bestimmt sie die Dauer der Fahrt – fünf und drei Sekunden.

Das Modell ist mithilfe eines Kabels mit dem Steuerungscomputer verbunden. Nachdem die Programmierung abgeschlossen ist, entfernt die Schülerin die Kabel, stellt den Roboter auf den Boden, drückt zweimal den orangefarbenen Knopf auf der Oberseite des Steuerungscomputers und umgehend setzt sich Roberta – wie programmiert – in Bewegung. Hinter der Technik steckt die dänische Spielzeugfirma Lego mit der Produktserie „Mindstorm“. Kernstücke des Systems sind Sensoren, Elektromotoren und Lego-Bauteile wie Zahnräder und Achsen.

Positive Rückmeldung der Kinder

Anna-Kristin Albers, Projektkoordinatorin und zuständig für die Schulprojekte der HRW, zieht nach zwei Tagen ein positives Fazit. „Die Kinder sind motiviert, total begeistert und können ins Thema Programmierung reinschnuppern.“ Wie Schulleiterin Christiane Gosda berichtet, hat die Albert-Schweitzer-Grundschule zum ersten Mal an so einem Projekt der Hochschule teilgenommen. Eine Fortsetzung mit anderen Klassenstufen scheint in Zukunft nicht ausgeschlossen.

Vor allem für die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) soll früh die Neugierde aller Schüler geweckt werden, hofft Gosda. Denn mit dem Alter tendieren eher die Jungs zu den MINT-Fächern, so die Erfahrung der Schulleiterin.

Im Workshop ist das Interesse der beiden Geschlechter jedoch ausgeglichen. Die Schulleiterin unterstreicht noch einmal die Bedeutung dieses Angebots: „Im Alltag sind die Kinder oft mit Computern konfrontiert.“ Im Umgang damit sollen die Schüler sensibilisiert werden. Und das soll auch im laufenden Schuljahr bestehen bleiben. „Die Inhalte des Workshops werden im Unterricht weiter vertieft“, so Gosda.

 
 

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