Eigener feiern ihren Stadtteil

Die Freiwillige Feuerwehr Eigen beteiligte sich ebenfalls an dem Fest und zeigte die Rettung aus einem Auto. Im Hintergrund gut zu erkennen: Auch das Technische Hilfswerk (THW) war vor Ort.
Die Freiwillige Feuerwehr Eigen beteiligte sich ebenfalls an dem Fest und zeigte die Rettung aus einem Auto. Im Hintergrund gut zu erkennen: Auch das Technische Hilfswerk (THW) war vor Ort.
Foto: FUNKE Foto Services
Verein für Marketing machte mit seiner Reihe „Du bist Bottrop" Station auf dem Marktplatz. Es gab viele Hingucker, aber auch einen Wermutstropfen.

Bottrop..  Es war voll auf dem Eigener Marktplatz. Die Besucher bummelten entlang der Stände, an denen sich die vielen Verbände und Vereine des Stadtteils präsentierten. Immer wieder hielten sie an, plauderten miteinander und informierten sich über die neusten Aktivitäten. Und genau dieses Zusammenkommen und der Austausch standen bei dem Stadtteilfest des Marketingvereins am Samstag im Mittelpunkt: Anwohner und Zugereiste trafen sich, um gemeinsam zu feiern und einen schönen Tag zu verbringen. Für das passende Programm hatte der Verein Marketing für Bottrop gesorgt, vor allem aber die Vereine des Stadtteils.

Holger Czeranski ist Mitorganisator der Veranstaltung. „Das Ziel, die Organisationen des Ortsteils vorzustellen, ist uns hoffentlich gelungen. Im Eigen soll ein Wir-Gefühl erzeugt werden, das halten soll.“ Das Fest gebe den Anstoß, dass mehr im Eigen passiere. „Dialoge sind unerlässlich – hier können sich die Institutionen auch untereinander kennenlernen.“

Das Technische Hilfswerk (THW) war mit einem Einsatzfahrzeug vor Ort. Die Freiwillige Feuerwehr Eigen war groß vertreten und demonstrierte, wie man eine Person aus einem Auto rettet. Der SV Fortuna, das Awo-Seniorenzentrum sowie die Fördervereine Stenkhoffbad und Partnerstädte präsentierten sich.

Ute Beese, Quartiersmanagerin der Awo im Eigen, betonte: „Vernetzung ist hier ein großes Thema. Bisher Unbekannte treten erstmalig in Kontakt und helfen sich gegenseitig.“ Das zeigte sich auch während des Showprogrammes: Am Bierwagen nahmen die Gäste ein Getränk zu sich und plauderten, vor der Bühne schauten sie auf die Tänzerinnen der KG Grün-Weiße Funken. Thomas Blankenstein spielte auf; er sorgte mit irischen Volkssongs und bekannten Hits für das musikalische Programm. DJ Thomas Kraus legte Schlager auf. Ein Hingucker waren auch die Vorführungen des TV Deutsche Eiche. Die Turner zeigten eindrucksvoll ihre Gelenkigkeit – und ernteten entsprechenden Applaus.

„Ein rundum gelungener Tag von Bottropern für Bottroper“, so Peter Stadtmann vom Verein Marketing für Bottrop. Der hat die Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen und stellte sich ebenfalls vor. Er will Wirtschaft, Kultur und Tourismus beleben. Stadtmann: „Wir sind auf dem richtigen Weg, in allen Stadtteilen Präsenz zu zeigen. Dabei spielen die Menschen die Hauptrolle, die auf ihre Tätigkeiten aufmerksam machen. Die Zusammenkunft veranschaulicht, dass wir als Bottroper etwas auf die Beine stellen können.“ Das Motto „Du bist Bottrop“ sei nicht ohne Grund gewählt worden, es symbolisiere einen Leitgedanken.

Ärger über Supermarkt-Aus auf dem Eigen

Ein aktuelles Thema jedoch überschattete das Treiben auf dem Platz teilweise. Viele Eigener sprachen und diskutierten vor allem über die angekündigte Schließung des Edeka-Marktes in dem Viertel. Wie berichtet schließt der Supermarkt im November. Edeka Rhein-Ruhr führt dafür „wirtschaftliche Gründe“ an.

Die Eigener brachten Trauer und Unverständnis zum Ausdruck. „Was machen denn ältere Leute, wenn sie einkaufen gehen müssen“, fragte eine Besucherin. „Es ist ein herber Verlust für den Eigen“, sagte ein aufgebrachter Gast des Festes. Mitglieder der DKP sammelten vor Ort Unterschriften gegen die Schließung, sie machten auf das Thema aufmerksam und prangerten vor allem die Kündigungen der Mitarbeiter an. Viele Besucher blieben stehen, um sich weiter zu informieren.

Holger Czeranski, einer der Mitorganisatoren des Festes, hob hervor: „Eine Veranstaltung wie diese kommt wahrscheinlich gerade zur richtigen Zeit.“

 
 

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