E-Biker holen sich Experten-Tipps

Die Radfahrer vom Heimatverein lassen sich erklären, wie sie einen Platten am E-Bike reparieren.
Die Radfahrer vom Heimatverein lassen sich erklären, wie sie einen Platten am E-Bike reparieren.
Foto: Michael Korte
Die Radfahrer des Heimatvereins lassen sich im Fahrradgeschäft von einem Mechaniker erklären, wie sie an ihren Elektro-Rädern einen Platten reparieren. Denn manches ist anders als an herkömmlichen Rädern.

Bottrop..  In dem Fahrradfachgeschäft „Zweirad-Rück“ scharen sich die Radler des Bottroper Heimatvereins um Mechaniker Heinz Jansen und ein motorisiertes Ausstellungsstück von der Firma Kettler. Jansen erklärt den leidenschaftlichen Radfahrern, wie sie im Falle eines Plattens Vorder- und Hinterrad ihres E-Bikes herausnehmen und wieder einsetzen.

Wenn die Kraft fehlt

Hermann Gödeke, stellvertretender Radwanderwart der Heimatfreunde: „Bei uns sind inzwischen fast alle Mitfahrer auf E-Bikes umgestiegen, weil vielen inzwischen die Kraft fehlt, um mit reiner Muskelkraft bergauf zu fahren. Wir wollen hier erfahren, wie wir uns helfen können, wenn mal etwas kaputt geht.“

Das Ausstellungsstück ist allerdings eines der neuesten Generation – mit einem so genannten Mittelmotor. „Wenn der Motor nicht an einem der beiden Reifen befestigt ist, ist das Herausnehmen der Räder nicht anders als bei herkömmlichen Fahrrädern“, erklärt Heinz Jansen. Er hängt mit nur zwei Handgriffen am Hinterrad den Schaltzug und die Bremse aus, löst den Schnellspanner und die Muttern an der Halterung. Schon kann der Experte, der seit rund 60 Jahren Fahrräder repariert, das Hinterrad aus der Halterung nehmen. „Einige von uns haben aber ältere Modelle mit dem Motor am Vorder- oder Hinterrad“, erklärt Hermann Gödeke, „da ist es etwas schwieriger, einen Platten zu reparieren.“

Die Radler hören dem Mechaniker aufmerksam zu und stellen anschließend viele Fragen – etwa zum Luftdruck im Reifen oder zur Reichweite der Batterie. „Bei E-Bikes sollte der Luftdruck im Reifen mindestens vier Bar betragen“, meint Heinz Jansen. Wie stark ein Reifen belastet werden könne, ließe sich an einem Aufdruck am Reifen ablesen. „Die Luft ist das A und O. Je mehr Luft im Reifen ist, desto besser läuft das Rad“, erklärt der Experte.

Annette Grunwald haben die Experten-Tipps weitergeholfen. „Ich habe schon lange kein Fahrrad mehr repariert. Das war sehr interessant, jetzt sehe ich das Ganze mit anderen Augen“, sagt sie.

 
 

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