Dreiband-Thriller mit Happy-End für die Bottroper BA

Der Pott bleibt im Pott! Norbert Ohagen, Jean van Erp, Francis Forton und Christian Rudolph
Der Pott bleibt im Pott! Norbert Ohagen, Jean van Erp, Francis Forton und Christian Rudolph
Foto: Stefan Andres
  • Bottroper Billard Akademie wird zum zweiten Mal deutscher Pokalmeister
  • Das Finale wurde erst im Entscheidungsspiel entschieden
  • Fuhlenbrock scheidet im Viertelfinale aus

Die Spannung im Billardzentrum Bertlich in Gelsenkirchen Buer stieg ins unermessliche, als sich der für Bottrop spielende Niederländer Jean van Erp, und der für Berlin am Tisch stehende Martin Horn duellierten. Es war der finale Akt in einem Endspiel, dass keinen Verlierer verdient gehabt hätte.

Nach zwei souveränen Siegen im Achtel- und Viertelfinale gegen den BSV Velbert II und den GT Buer II hatten die Spieler der Bottroper Billard Akademie auch das Halbfinale gegen die erste Mannschaft des am Finaltag gastgebenden Klubs der GT Buer erfolgreich bestritten. Im Finale wartet der BC International aus Berlin.

„Anders als zuvor wurde dann an viert Tischen parallel gespielt“, beschreibt der Bottroper Christian Rudolph die Situation. Dadurch habe man sich immer wieder informieren müssen, wie die Teamkollegen gerade liegen. Und das sah für die Bottroper nicht gut aus. Norbert Ohagen, der im Finale für Dustin Jäschke spielte, unterlag ebenso wie Christian Rudolph. 0:4 – jetzt waren der Belgier Francis Forton und der Niederländer Jean van Erp gefordert. Beide Spieler lagen in Front, hatten es aber nicht in der eigenen Hand, den Pokalmeistertitel nach Bottrop zu holen. Denn im Nachstoß brauchte nur einer der beiden Berliner zu punkten, um den Gesamtsieg in die Hauptstadt zu holen. Es sollte letztlich an Wolfgang Wolf sein, diese Chance nicht zu nutzen. „Er wusste nicht, dass es der entscheidende Punkt war“, so Christian Rudolph. So stand es 4:4 und auch bei den Bällen lagen beide Teams mit 133:133 gleichauf.

Jean van Erp wird zum Matchwinner

Ein Novum in der Geschichte der Deutschen Pokalmeisterschaften. Nach dem der Sportwart der Deutschen Billard Union aufgeklärt hatte, wie nun zu verfahren sei, gingen Jean van Erp und Martin Horn zum Entscheidungsspiel bis zehn an den Tisch – und spielten natürlich Unentschieden. Jetzt musste ein Tiebreak die Entscheidung bringen. Immer abwechselnd spielten die beiden Akteure nun einen Anfangsball – zehn Bälle wurden gespielt, abwechselnd punkteten die beiden Dreiband-Spezialisten. Bis zum zehnten Stoß, als Horn erstmals ausließ. Jean van Erp nutzte die Gunst der Stunde und erlöste die Bottroper mit seinem Punktgewinn. Der Titel war unter Dach und Fach.

„Das war einfach unglaublich. So ein Spiel habe ich noch nie erlebt“, resümierte Christian Rudolph nach dem Titelgewinn. Es ist der zweite Pokalmeistertitel für die Bottroper nach dem Erfolg aus dem Jahr 2012.

Weniger erfolgreich verlief das Wochenende dagegen für die Billard-Asse des BC Fuhlenbrock, die ebenfalls ambitioniert an den Start gegangen waren. Allerdings mussten sie sich bereits im Viertelfinale gegen den Titelverteidiger Bergisch-Gladbacher BC geschlagen geben. Zuvor war es noch gelungen, den BSV Langenfeld zu bezwingen.

Und auch im Viertelfinale sah es zunächst soaus, als könne den Fuhlenbrockern eine Überraschung, und so der Sprung ins Halbfinale, gelingen. Sie starteten gut ins Spiel. „Wir haben am Anfang gut mitgehalten, letztlich hat sich ihre Qualität aber durchgesetzt“, sollte der Fuhlenbrocker Markus Wirgs im Anschluss sagen. Er selbst hatte Jens Probhardt stark aufgespielt, musste sich aber auch geschlagen geben. Mit 0:8 mussten die Fuhlenbrocker letztlich die Segel streichen.

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