Drei Bottroper Projekte im Bundesverkehrswegeplan

Das Autobahndreieck Bottrop soll ausgebaut werden.
Das Autobahndreieck Bottrop soll ausgebaut werden.
Foto: www.blossey.eu
  • Umstrittener Weiterbau der A 52 vom Bundeskabinett beschlossen
  • Ausbau der A 42 zwischen Bottrop-Süd und Kreuz Essen-Nord geplant
  • Industrie- und Handelskammer zufrieden, A-52-Gegner hoffen auf den Bundestag

Das Kabinett hat den Bundesverkehrswegeplan 2030 beschlossen. Als „vordringlicher Bedarf zur Engpassbeseitigung“ geplant sind der Weiterbau der A 52 zwischen dem Kreuz Essen-Nord und dem Autobahndreieck Essen/Gladbeck (geschätzte Kosten: 65,6 Millionen Euro), der Ausbau des Autobahndreiecks Bottrop von A 2 und 31 (5,7 Millionen Euro) und der Ausbau der A 42 zwischen Bottrop-Süd und dem Kreuz Essen-Nord (121,9 Millionen Euro).

Die Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet zeigen sich „insgesamt zufrieden“. Das Aktionsbündnis gegen den Weiterbau der A 52 spricht von einem „schwarzen Tag für das mittlere Ruhrgebiet“.

Bitte um Rücknahme

„Wir bitten die Politiker, die Pläne zurückzunehmen“, sagt Martin Arnold, Sprecher des Aktionsbündnisses von 20 Initiativen, Vereinen und Verbänden gegen die A 52. Der Weiterbau sei „schädlich, rechtswidrig und überflüssig“, denn die Staus würden durch das vom Bündnis vorgeschlagene B 224-Entlastungspaket verschwinden.

Die insgesamt 51 Ruhr-Projekte im „Vordringlichen Bedarf“ oder im „Weiteren Bedarf mit Planungsrecht“ sollten nun „mit Hochdruck planerisch vorangetrieben und möglichst schnell umgesetzt werden“, fordert IHK-Chef Karl-Friedrich Schulte-Uebbing. Das Ruhrgebiet müsse seine Stärke als eine der führenden Logistikdrehscheiben in Europa weiter ausbauen.

 
 

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