Die vermeidbare Volkskrankheit

Auf dem WAZ-Medizin-Forum am 6. März im Marienhospital geht es um das Thema Darmkrebs und seine Vermeidbarkeit.
Auf dem WAZ-Medizin-Forum am 6. März im Marienhospital geht es um das Thema Darmkrebs und seine Vermeidbarkeit.
Foto: WAZ FotoPool

Bottrop..  Die ein oder andere Vorsorgeuntersuchung gerät inzwischen auf den Prüfstand. Eine allerdings steht außerhalb jeder Kritik: Es ist die Darmspiegelung zur Früherkennung von Darmkrebs. Das Marienhospital und die WAZ richten zu diesem Thema ein Medizin-Forum am Donnerstag, 6. März, aus. Eingeladen sie wie immer alle interessierten Bottroper.

Darmkrebs entsteht meist aus zunächst gutartigen Vorstufen, also Wucherungen der Darmschleimhaut oder Polypen. Dieser Krebs wächst im Verborgenen und sehr langsam. Die Erkrankten spüren ihn lange Zeit nicht. „Deshalb kann mit der rechtzeitigen Vorsorgeuntersuchung so viel erreicht werden“, sagt Dr. Friedrich Schorr. Der Chefarzt der Klinik für Innere Medizin und Gastroenterologie am Marienhospital ist Initiator dieses Medizin-Forums, denn er leitet zugleich das Regionalbüro der Stiftung „Lebensblicke“, die sich den Kampf gegen den Darmkrebs auf ihre Fahnen geschrieben, den März zum „Darmkrebsmonat“ erklärt und mit zahlreichen Informationsveranstaltungen bestückt hat.

Kostenübernahme

In seinem Referat wird Dr. Schorr vorstellen, wie Darmkrebs vermieden werden kann. Wichtig ist ihm der Hinweis: „Die Krankenkassen übernehmen die Kosten einer Vorsorgeuntersuchung ab dem 55. Lebensjahr.“ Ab diesem Alter setzt ein erhöhtes Risiko ein. Allerdings sollten sich auch jüngere Menschen angesprochen fühlen, die Darmkrebsfälle in ihrer Familie hatten und daher ein erhöhtes genetisches Risiko tragen. Wer chronische Entzündungen behandeln lässt, sollte ebenfalls unabhängig vom Alter zur Vorsorge gehen.

Jährlich erkranken in Deutschland etwa 65 000 Menschen neu an Darmkrebs. Unbehandelt führt das zumeist innerhalb von zwölf Monaten zum Tod. Nach Lungenkrebs für Männer und Brustkrebs für Frauen ist Darmkrebs für beide Geschlechter die zweithäufigste Krebstodesursache. Wenn Beschwerden oder Schmerzen auftreten, ist der Krebs oft schon sehr groß oder hat Metastasen gebildet. Grundsätzlich gilt: Je früher der Krebs entdeckt wird, desto besser sind die Heilungschancen.

Rechtzeitig begutachtet können die Vorstufen schon während der Spiegelung entfernt werden. Ist Darmkrebs diagnostiziert, muss ein intensiverer Eingriff vorgenommen werden. Wie die moderne Medizin dabei vorgeht, wird auf dem WAZ-Medizin-Forum Dr. Michael Jakob, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Visceralchirurgie am Marienhospital, in einem zweiten Referat vorstellen. Wie immer haben die Forumsgäste die Möglichkeit, ihre Fragen zu stellen.

Weil die Anzahl der Plätze begrenzt ist, wird um eine verbindliche Anmeldung gebeten unter der kostenfreien Rufnummer 0800 / 60 60 710.

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Weil die Anzahl der Plätze begrenzt ist, wird um eine verbindliche Anmeldung gebeten unter der kostenfreien Rufnummer 0800 / 60 60 710. Das Medizin-Forum findet am Donnerstag, 6. März, um 18 Uhr im Marienhospital an der Josef-Albers-Straße 70 statt.

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