Die Stadt lebt von lokalen Initiativen

Zum 70. Geburtstag ehrte die CDU-Kirchhellen beim 19. Forum für Politik und Gesellschaft zahlreiche  Menschen in Ehrenämtern.
Zum 70. Geburtstag ehrte die CDU-Kirchhellen beim 19. Forum für Politik und Gesellschaft zahlreiche Menschen in Ehrenämtern.
Foto: Franz Naskrent
  • Die CDU Kirchhellen hat Menschen in Ehrenämtern geehrt
  • Zur Feierstunde kam auch der Landesvorsitzende Armin Laschet
  • Die Ortsunion feierte auch ihr 70-jähriges Bestehen

Es war die 19. Veranstaltung der CDU im Rahmen ihres Forums für „Politik & Gesellschaft“ und zugleich eine besondere. Die Kirchhellener Union feierte damit ihr 70-jähriges Bestehen und zeichnete zugleich Menschen in Ehrenämtern aus. Als prominenten Gast konnte die CDU-Vorsitzende Anette Bunse Armin Laschet begrüßen, den NRW-Landesvorsitzenden.

„Politik braucht Ehrenamt“, betonte anschließend Dr. Jörg Rohde, der Moderator des Forums und sprach damit Armin Laschet aus der Seele. Der erinnerte an die Entstehung der CDU nach dem Krieg, als sich Menschen zusammenschlossen, um trotz Not und über Religions- und Gesellschaftsgrenzen hinweg gemeinsam für das Wohl aller zu wirken. Dieser Zusammenhalt werde auch heute gebraucht, appellierte Laschet an die Zuhörer: „Wir dürfen nicht zulassen, dass Rechte die Gesellschaft spalten.“ Er verwies auf das Solidaritätsprinzip und die 23 Millionen Menschen, die sich in Deutschland ehrenamtlich engagieren. Ihnen müsse man die verdiente Anerkennung zukommen zu lassen.

So wie es die Kirchhellener CDU am Sonntag mit den vier ausgezeichneten Organisationen gemacht hat – stellvertretend für die vielen anderen im Ort, die sich ebenfalls engagieren. „Die Stadt lebt davon, dass lokale Projekte auf die Beine gestellt und Räume gefüllt werden“, erklärte Rainer Hürter, der Vorsitzende der Ortsunion.

Zeichen für Vielfalt und Integration

„Sie sind Vorbilder, Sie setzen Zeichen für Vielfalt und Integration und verdienen unsere Achtung“, lobte Hürter, um als erstes die Damen des Krippencafés von St. Johannes auszuzeichnen. Das öffnet seit 1998 jedes Jahr zwischen Weihnachten und Heilige Drei Könige. Bis zu 80 Torten werden täglich gebacken und verkauft. Mehr als 230 000 Euro haben die rund 250 Aktiven so schon für verschiedene Projekte eingenommen.

50 bis 60 Jugendliche sind immer dabei, wenn alle zwei Jahre die 100-Stunden-Aktion in Grafenwald startet. Schon seit 1978 sind die junge Leute dann Tag und Nacht im (Arbeits-)Einsatz gegen Spenden. Bis zu 15 000 Euro kommen jedes Mal zusammen und fließen an gemeinnützige Organisationen.

18 Jahre hat es gedauert, bis die Mitglieder des Vereins für Orts- und Heimatkunde vor sechs Wochen das Heimathaus im Hof Heisterkamp eröffnen konnten. Hier wird die Kirchhellener Ortsgeschichte präsentiert, das Haus steht allen Bürgern offen.

Vierte im Bunde der Geehrten waren am Sonntag die Alten Herren der katholischen Landjugend, die vor 39 Jahren zusammenkamen. Sie hatten die Idee der Bauernolympiade, die nun alle drei Jahre zu Pfingsten stattfindet, sie schufen den Olympiaweg mit Sitzgruppen, Findlingen und Bäumen und bauten den Boule-Platz.

 
 

EURE FAVORITEN