Die Kita „Rappelkiste“ bekommt einen Neubau

Die Kita „Rappelkiste“ bekommt einen Neubau an der Robert-Brenner-Straße. Unser Foto entstand beim interkulturellen Sommerfest
Die Kita „Rappelkiste“ bekommt einen Neubau an der Robert-Brenner-Straße. Unser Foto entstand beim interkulturellen Sommerfest
Foto: FUNKE Foto Services
Jugendhilfeausschuss beschloss Ersatz an der Robert-Brenner-Straße. Privater Investor soll auf dem städtischen Grundstück bauen.

Bottrop..  Die Arbeitsgemeinschaft sozialer Brennpunkt (AGSB) darf sich freuen: Die Tage ihrer alten Kita „Rappelkiste“ am Borsigweg scheinen gezählt. Am Dienstag beschloss der Jugendhilfeausschuss einstimmig einen Neubau an der Robert-Brenner-Straße im Wohnbereich Boy.

Ein Plan, mit dem Träger und Kita sich gut anfreunden können. Das machte Kita-Leiter Markus Bendler in der Sitzung deutlich: „Wir können uns gut vorstellen, dorthin zu ziehen, das ist ein sehr schönes Grundstück“, betonte er.

Stark sanierungsbedürftig

Das Haus am Borsigweg stammt aus den 1970-er Jahren und war früher Standort eines städtischen Kindergartens. Es ist stark sanierungsbedürftig und sollte schon länger ersetzt werden. Es fehlte jedoch das passende Gelände.

Das scheint nun mit dem städtischen Grundstück an der Robert-Brenner-Straße gefunden worden zu sein. Auf dem stand früher die Liesenfeld-Schule, wie Fachbereichsleiter Karl Trimborn erklärte. Der künftige Standort in der Boy ist nicht weit vom bisherigen in Batenbrock-Nord entfernt. Ohnehin kommen traditionell viele Kita-Kinder aus dem Bereich Boy, betonte Kita-Leiter Bendler. Mit der neuen Einrichtung könnte auch die Versorgungssituation in der Boy verbessert werden.

Die neue Kindertageseinrichtung an der Robert-Brenner-Straße soll vier Gruppen bekommen, zwei für Kinder von zwei bis sechs Jahren, eine für Kinder von drei bis sechs Jahren und eine Hortgruppe. Insgesamt wären das rund 90 Plätze. Bisher hat die „Rappelkiste“ nur zwei Gruppen und insgesamt 40 Plätze. Sechs Plätze sind davon für Kinder unter drei Jahren und 14 für Kinder im Alter von drei Jahren bis zur Schulpflicht. Darüber hinaus sind in der Kita noch 20 Hortplätze eingerichtet.

Die Trägerschaft der neuen Einrichtung soll wiederum der Arbeitsgemeinschaft Sozialer Brennpunkte angeboten werden, schreibt die Verwaltung in ihrer Vorlage. Der Verein habe auch bereits sein grundsätzliches Interesse bekundet.

Das städtische Grundstück soll an einen privaten Investor verkauft werden, der das Haus dann nach den Vorgaben errichtet und später an einen ortsansässigen Träger vermietet. Die Maßnahme soll zeitnah ausgeschrieben werden, Trimborn rechnet mit einer Bauzeit von rund einem Jahr. Mit den zwei weiteren Gruppen käme auf die Stadt ein zusätzlicher Zuschuss zu den Betriebskosten von jährlich rund 150 000 Euro zu. Darüber könnte ein einmaliger Investitionskostenzuschuss von 2100 Euro anfallen, wenn der Bund die zusätzlichen U-3-Plätze fördert. Vom Bund würden dann 18 900 Euro als Zuschuss kommen.

 

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