Die Kirchen und Moscheen in Bottrop entdecken und erkunden

Andreas Pläsken, Heinz-Bernd Meurer, Christiane Hartung, Brigitte Wagner, Reinhardt Potts und Kerstin Mallwitz stellen das
Andreas Pläsken, Heinz-Bernd Meurer, Christiane Hartung, Brigitte Wagner, Reinhardt Potts und Kerstin Mallwitz stellen das
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Lesungen, Musik und Kunst. Die Nacht der offenen Gotteshäuser findet am 26. August statt. Alle Veranstaltungen stehen unter einem besonderen Motto.

Bottrop..  Zur „3. Nacht der offenen Gotteshäuser“ verwandeln sich am 26. August sieben christliche Kirchen und zwei Moscheen in erlebnisreiche Kulturräume. Unter dem Motto „Orte des Friedens“ bieten sie ein reichhaltiges Programm, das Lesungen, Musik und Kunst einschließt.

Die Botschaft – ein deutliches Nein zum Mittel der tötenden Gewalt zu äußern – soll dabei im Mittelpunkt stehen. Denn: In allen drei abrahamitischen Religionen, im Judentum, im Christentum und Islam, ist Frieden ein gemeinsames Ziel. Das Motto schließt nahtlos an die vorangegangene Nacht der offenen Gotteshäuser im Jahr 2013 an, die sich den „Orten der Freiheit“ widmete.

„In diesem Jahr findet erstmalig eine zentrale Eröffnung des Abends in St. Cyriakus statt. Um 18 Uhr geht es los“, erläutert Vorstandsmitglied des Katholikenrates Andreas Pläsken. „Von hier aus ist es den Gästen möglich, sich in die umliegenden Gemeinden aufzuteilen“, ergänzt er. Die Besucher müssten schließlich Zeit für einen Rundgang haben, der ihnen eine Entdeckungsreise gestattet. Die meisten Gotteshäuser sind aus diesem Grund von St. Cyriakus fußläufig erreichbar.

In allen Gemeinden beginnt das Programm um 19 Uhr: In der Cyriakuskirche ist der Bottroper Aktionskünstler Werner Worschech mit seinen Klanginstallationen zu hören. Besucher basteln Origami-Kraniche als Zeichen des Friedens. Die Kreuzkampkapelle wartet mit meditativer Musik auf. Die Kulturkirche Heilig Kreuz zeigt Porträts von Menschen , die sich gegen den Nationalsozialismus stark gemacht haben. Die Paul-Gerhardt-Kirche hat Chorale- sowie Rock- und Poplieder im Angebot.

In der Martinskirche sorgt unter anderem der Posaunenchor Altstadt für den „Sound of Peace“. Die Neuapostolische Kirche zeigt Kurzkonzerte mit Lesungen. Die Ditib Moschee hält eine Führung und einen Abendgottesdienst bereit. In der Yunus Emre Moschee trägt der Imam Suren vor und der Kinderchor der Gemeinde singt. Die Freie evangelische Kirchengemeinde bittet im Vorfeld darum, eigene Texte oder Fotos für die Ausstellung „Friedensvisionen in Wort und Bild“ einzuschicken, die vor Ort gezeigt werden.

Pläsken: „Erstmalig sammeln wir auch Geld für die Rheinbabenwerkstatt, von dem wir Sportgeräte für die Menschen mit Behinderung holen.“ Die Werkstatt stellt an dem Abend Bilder aus. Zum Abschluss um 23 Uhr beten alle Besucher gemeinsam das Gebet der Vereinten Nationen.

 

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