Die ganze Stadt ist ein Trainingsplatz

Wie man über Zäune springt und Mauern erklimmt zeigt Dirk Meyer vom Kölner Verein ParkoursOne. Foto: Birgit Schweizer / WAZ FotoPool
Wie man über Zäune springt und Mauern erklimmt zeigt Dirk Meyer vom Kölner Verein ParkoursOne. Foto: Birgit Schweizer / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool
Beim Trendsport Parkour werden sämtliche Hindernisse zu Sportgeräten. Im Alfred-Delp-Heim gab es Tipps vom Experten. Dabei sagt der selbst: „Beim Parkour gibt es kein richtig oder falsch.“

Haben Sie schon einmal mehrere Stufen auf einmal genommen? Sind vielleicht bei der Jagd nach dem abfahrbereiten Bus über das ein oder andere Mäuerchen gesprungen? Glückwunsch, dann haben Sie den Trendsport „Parkour“ ja schon ausgeübt. Zumindest wenn man die Definition von Dirk Meyer hört. Denn für ihn ist Parkour „die Einheit der Bewegungskunst mit dem Ziel der Effizienz“. Einfacher ausgedrückt: Der Parkoursportler versucht auf kürzestem Wege von A nach B zu gelangen.

Hindernisse werden schnell und geschmeidig überwunden. Echte Könner überwinden so meterhohe Hürden und springen aus großer Höhe – das sehe spektakulär aus, sei aber Mittel zum Zweck, sagt Meyer. Der 22-jährige Kölner macht das schon sieben Jahren und ist Mitglied im Netzwerk ParkourOne, ein Zusammenschluss deutschsprachiger Traceure. Der Traceur ist der Parkourteilnehmer. Das Wort stammt aus dem französischen und bedeutet soviel wie „der den Weg ebnet“.

Im Alfred-Delp-Heim gab Meyer Tipps für Nachwuchs-Traceure. Erste Lektion: Im Parkour gibt es kein richtig oder falsch. „Denn jeder muss sich seinen Möglichkeiten entsprechend zu bewegen.“ Unterschiedlich große Menschen müssten sich

unterschiedlich bewegen. Ein erster Tipp für Marius (14), Philipp (15), Cedric (14) und die anderen Teilnehmer. Die Jungs sind aber keine Anfänger. So ist der 15-jährige Thorsten schon seit zwei Jahren aktiv. Bevorzugtes Revier: Der Landschaftspark in Duisburg. Aber auch klassische Spielplätze sind für ihn als attraktiv. „Es macht Spaß“, hat Thorsten festgestellt. Philipp sieht vor allem den praktischen Hintergrund: „Ich mache das, um so schnell wie möglich von einem Ort zum anderen zu kommen.“

 
 

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