Die Bottroper steigen für den Klimaschutz aufs Fahrrad um

Romy, Stefan und Milo Hilbrich (rechta im Bild) tauschen symbolisch den Autoschluessel gegen einen Fahrradtachometer.
Romy, Stefan und Milo Hilbrich (rechta im Bild) tauschen symbolisch den Autoschluessel gegen einen Fahrradtachometer.
Foto: WAZ FotoPool
Das Auto sollte möglichst in der Garage bleiben. Am Samstag beginnt der Wettbewerb „Stadtradeln“ in der Metropole Ruhr. Bürger sollen für drei Wochen aufs Rad umsteigen. Anmeldungen sind immer noch möglich. Gesucht wird die fahrradaktivste Kommune in Deutschland und der fleißigste Radler der Stadt.

Bottrop. Das umweltfreundlichste Verkehrsmittel ist das Fahrrad, schließlich stößt es keinerlei Schadstoffe aus. Beim Stadtradeln sollen die Bürger motiviert werden, das Auto stehen zu lassen und aufs Rad umzusteigen. Der Wettbewerb findet zum zweiten Mal in Bottrop statt und startet am kommenden Samstag. Pfingststurm Ela hatte für eine Verschiebung gesorgt. Die WAZ beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema.

Wer kann teilnehmen und kann man sich noch anmelden?

Teilnehmen kann jeder Bottroper, die gefahrenen Kilometer werden dann addiert und der Stadt gutgeschrieben. Auch während des Stadtradel-Wettbewerbs – er endet am 19. September – können sich Bürger im Internet unter www.stadtradeln.de/bottrop anmelden. Alternativ ist auch eine Anmeldung beim lokalen Koordinator der Aktion möglich. In Bottrop ist das Carina Tamoschus vom Fachbereich Umwelt und Grün, 703807.

Muss ich während der Zeit mein Auto stehen lassen?

Nein, für die normalen Teilnehmer gilt, dass so viele Kilometer wie möglich mit dem Rad zurück gelegt werden sollten. Lediglich die „Stadtradelstars“ einer Stadt müssen während dieser Zeit komplett aufs Auto verzichten. Allerdings stellt die Vestische den Stars ein Ticket 2000 zur Verfügung. Ihre Autoschlüssel haben die Stars im Gegenzug schon symbolisch an OB Bernd Tischler übergeben. Familie Hilbrich hat sich entschlossen, als Stadtradlerstar mitzumachen. „Wir wollten mal sehen, wie abhängig wir wirklich von dem Auto sind“, nennt Stefan Hilbrich einen Grund für die Teilnahme der Familie. Besondere Schwierigkeit für Familie Hilbrich: Sie lebt in Vonderort, von dort aus führen alle Wege zunächst einmal bergauf.

Wie viele Teilnehmer aus Bottrop gibt es bisher?

Bisher hätten sich 232 Bottroper angemeldet, sagt Reimund Keysberg vom Stadtplanungsamt. Im vergangenen Jahr haben 355 Bottroper teilgenommen und insgesamt 76435 Kilometer auf dem Rad zurückgelegt. Auf diese Weise konnten immerhin 11 007 Kilogramm CO2 eingespart werden. Das entspricht dem Ausstoß von vier PKW. Ein Ergebnis, dass in diesem Jahr nach Möglichkeit noch getoppt werden soll, so hoffen die Verantwortlichen bei der Stadt. Bundesweit wird die fahrradaktivste Stadt gesucht, innerhalb Bottrops die fleißigsten Teams und Radler. Auf sie warten Preise.

Wie halte ich meine gefahrenen Kilometer nach?

Mit der Anmeldung wird jeder Teilnehmer für den Online-Radelkalender freigeschaltet. Dort können die zurückgelegten Kilometer direkt eingetragen werden und werden dann dem jeweiligen Team und der Kommune gutgeschrieben. Noch einfacher geht es mit der Stadtradel-App fürs Smartphone. Über die können die Teilnehmer sogar Schäden auf Radwegen markieren. Teilnehmer, die keinen Internetzugang haben, können beim lokalen Koordinator Erfassungsbögen abholen. Darauf können die erradelten Kilometer handschriftlich festgehalten werden, damit sie dann Team und Kommune gutgeschrieben werden.

Was ist das Bonuskartensystem?

Dahinter steckt eine Bottroper Besonderheit. Ab dem 30. August gibt es bei teilnehmenden Partnerunternehmen Stempel für die Bonuskarte. Sind darauf alle Felder abgestempelt, kann die Karte beim Fachbereich Umwelt und Grün abgegeben werden. Auch hierfür warten Preise auf die Teilnehmer.

 
 

EURE FAVORITEN