Diakonie stellt Neubaupläne an St. Barbara vor

Pfarrer Johannes Schildmann (li.) und der zukünftige Leiter der Einrichtung, Alexander Escher, stellten das Projekt vor
Pfarrer Johannes Schildmann (li.) und der zukünftige Leiter der Einrichtung, Alexander Escher, stellten das Projekt vor
Foto: Winfried Labus / WAZ Foto Pool
Auf dem Gelände an der Sandbahn entsteht ein Wohnprojekt für Menschen mit Behinderungen. Die Anwohner und Nachbarn informieren sich beim Stadtteilcafé im Barbaraheim und zeigten sich von den Ideen und Plänen der Diakonie angetan.

„Modern und schlicht, im Bauhaus-Stil“, so beschreibt Pfarrer Johannes Schildmann, Geschäftsführer der Diakonie den Neubau, den die Organisation auf dem Gelände der Kirche St. Barbara plant (die WAZ berichtete). Hier, an der Sandbahn 10, entsteht Wohnraum für Menschen mit Behinderungen. 24 Plätze 13 davon auch geeignet für Rollstuhlfahrer, aufgeteilt in vier Wohngruppen plant die Diakonie hier.

Das ganze ist ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Wittekindshof. Gemeinsam mit der Diakonischen Stiftung, einer großen Einrichtung für Menschen mit Behinderungen in Ostwestfalen, hat das Diakonische Werk Gladbeck – Bottrop – Dorsten eine Gesellschaft gegründet. „Selbstbestimmt Leben“, kurz „SeLe“ heißt die.

Nachbarn von Plänen angetan

Am Donnerstagabend stellten Schildmann und der zukünftige Leiter der Einrichtung, Alexander Escher, die Einzelheiten des Projekts vor. Dazu hatten sie sich das Stadtteilcafé Lehmkuhle im Barbara­heim ausgesucht. Viele der zukünftigen Nachbarn nutzten die Chance, sich aus erster Hand zu informieren. Und sie waren angetan von den Diakonie-Plänen.

Denn in dem Haus sollen die Bewohner so selbstständig wie möglich leben. Genau deshalb habe sich die Diakonie für den Standort mit der Nähe zu Bahnhof und Südringcenter entschieden, so Schildmann. „Es wird Bewohner geben, die sind so selbstständig, die können allein raus, andere brauchen Begleitung“, sagt Escher.

Weitere Bebauung denkbar

Beim Blick auf die Pläne tauchte dann die Frage auf, warum die Diakonie den Neubau „so in die Ecke quetscht“? Zum einen sei das die „ideale Position“, so Escher, zum anderen habe das aber auch „wirtschaftliche Gründe“, ergänzt Schildmann. Denn er verhehlt nicht, dass auf dem Grundstück auch noch weitere Bauten denkbar seien. Allerdings kein weiterer Wohnraum für Menschen mit Behinderungen. Stattdessen, so Schildmann, „könnten hier Seniorenwohnungen entstehen“. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass es noch nicht so weit sei: „Wir machen das alles Schritt für Schritt“, warb Schildmann vor den rund 50 Nachbarn und Mitgliedern der ehemaligen Gemeinde St. Barbara.

Bei denen stieß durchaus auch die Idee der Seniorenwohnung auf Zustimmung. Schließlich gibt es entsprechende Angebote im Stadtteil Lehmkuhle bisher nicht. Was die Zuhörer ebenfalls freute: Eine Barbarastatue, die bisher noch die Kirche schmückt, das Wegkreuz sowie eine Glocke verbleiben auf dem Grundstück, sollen an die katholische Kirche erinnern. In der anschließenden Diskussion tauchte dann auch noch die Frage nach dem Grundstein der Kirche auf. Die Verantwortlichen der Diakonie wollen nun prüfen, inwieweit dieser Stein vielleicht auch noch weitere Verwendung finden könnte.

 
 

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