Der Rohbau steht: Hospiz feiert Richtfest

Richtfest des neuen Hospizes an der Osterfelder Straße mit Vorstand, Freunden und Geschäftsführer Paul Mensing-Göke (r.).
Richtfest des neuen Hospizes an der Osterfelder Straße mit Vorstand, Freunden und Geschäftsführer Paul Mensing-Göke (r.).
Foto: WAZ FotoPool

Bottrop..  Der Rohbau steht, selbst die Elektroarbeiten im Inneren des Erweiterungsbaus für das neue Hospiz sind schon weit fortgeschritten. Gestern Nachmittag war nun Richtfest für Bottrops neues Haus, für Schwerstkranke, das - wenn alles gut geht - im März eröffnet werden kann. Dass es soweit kommen konnte, ist nicht zuletzt auch einer weiteren Großspende von 40 000 Euro zu verdanken, die jetzt der Lions Club Bottrop dem Hospiz zur Verfügung stellt.

Etwa 20 Unternehmen helfen mit

Wie findig und einfallsreich die Freunde und Förderer der Einrichtung für Menschen auf ihrem letzten Weg bei der Mittelbeschaffung vorgehen, zeigt die Lions-Aktion. „Ein Teil der Summe, die wir bereitstellen konnten, stammt aus Zahngoldsammlungen einiger Bottroper Zahnärzte, die bei Patienten um unbrauchbares Zahngold als Spenden warben“, sagt Jürgen Münnich vom Lions Club und zugleich Vorstandsmitglied im Hospiz.

Wenn das Wetter weiterhin mitspielt, wie beim Richtfest, als sich die strahlende Herbstsonne noch in den frisch eingesetzten Fensterscheiben spiegelte, steht der Erfüllung des selbst gesetzten Zeitplans nichts entgegen. Davon sind Heinz J. Wehres und Geschäftsführer der Hospiz gGmbH, Paul Mensing-Göke, jedenfalls überzeugt. Den Bau hatte die Firma Gertz aus Kirchhellen übernommen. Wenn bald alle Fenster da sind, die Elektrotechnik, die die Firma Organista zum Selbstkostenpreis einbaut, fertiggestellt ist, ist das Haus erst einmal winterfest. Neben den stellvertretend genannten Betrieben haben etwa 20 weitere Bottroper Unternehmen zugesagt, den Hospizneubau tatkräftig zu fördern, so Peter Stadtmann vom Hospizverein und Organisator des großen Spendenlaufs. Trotz dieser guten Vorzeichen und des Rückhalts aus allen Bereichen der Stadtgesellschaft: Wichtig ist es, vor allem ständige Mitglieder für den Förderverein zu gewinnen. Man strebt die Zahl von 1000 Mitgliedern an, was etwa eine Verzehnfachung des aktuellen Standes wäre. Erst kürzlich hatte ein Infoaktion in der City zehn neue Mitglieder gebracht. Und „Jeder kann einmal in die Lage geraten, unheilbar krank zu werden“, so Peter Stadtmann. Und da sei es doch auch gut, wenn man in seiner Heimatstadt qualifiziert betreut werden könne und nicht erst wo anders auf die Suche gehen müsse.

Kontakt und Info: www.hospizbottrop.de

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