Dem neuen Stadtfest fehlt nur noch der Feinschliff

An der Bühne am Pferdemarkt tranken die Gäste gemütlich ein Bierchen und lauschten der Musik lokaler Künstler.
An der Bühne am Pferdemarkt tranken die Gäste gemütlich ein Bierchen und lauschten der Musik lokaler Künstler.
Foto: Winfried Labus / FotoPool
Die Veranstaltungsagentur BCK und das Kulturamt sind mit ihrer Premiere hoch zufrieden, sehen aber noch Möglichkeiten zur Verbesserung des Formats. Die ersten Ideen gibt es schon. Auch die Akteure im Rathausviertel ziehen eine durchweg positive Bilanz.

Bottrop..  „Wir sind total zufrieden mit unserer Premiere. Es gab viel Lob, aber auch Dinge, die wir verbessern können. Da setzen wir nun an.“ Holger Czeranski von der BCK-Event-Agentur, die gemeinsam mit dem Kulturamt das Stadtfest neu aufgelegt hat, zieht eine positive Bilanz nach drei Tagen Live-Musik, Sport und Party von Bottropern für Bottroper.

Das Programm sei grundsätzlich gut angekommen, sagt Czeranski. Zwar sei das Festzelt, in dem zum ersten Mal auf dem Berliner Platz Partys stattfanden, nicht ausverkauft gewesen. „Aber am Samstag waren wir nah dran. Möglicherweise sind wir mit den Eintrittspreisen über das Ziel hinausgeschossen. Und wir hätten die Schlager-Party auf den Freitag legen sollen.“ Das Festzelt soll aber auch im nächsten Jahr Bestandteil des Stadtfestes sein. Dann allerdings mit einer Comedy-Veranstaltung am Sonntag. „Wir werden Benjamin Eisenberg einladen“, verrät Czeranski. Das Luftkissen-Volleyballfeld auf dem Berliner Platz, das letztlich als Hüpfburg genutzt wurde, werde wohl keine Fortsetzung finden.

Mitveranstalter lobt Programm der Musikschule und des Kulturamts

Der „Kids-Planet“ am ehemaligen Mensing-Brunnen sei von den Kleinen gut aufgenommen worden. „Allerdings fehlten Sitzmöglichkeiten für die Eltern. Deshalb wollen wir diese Aktion im nächsten Jahr auf den Berliner Platz verlegen“, kündigt Czeranski an.

Der Mitveranstalter lobt besonders das Musik-Programm der Musikschule und des Kulturamts am Pferdemarkt. „Aber auch am Kirchplatz war es abends richtig voll. Besser wäre es gewesen, wenn am Samstagabend dort die rocklastigere Band gespielt hätte.“ Zudem sei es leider nicht allen Gästen bekannt gewesen, dass das Feuerwerk diesmal am Kirchplatz gezündet wurde.

Beim nächsten Stadtfest würden zusätzliche Sicherheitskräfte eingesetzt. Die Polizei hatte zwei Anzeigen wegen Handy-Diebstahls aufgenommen. Außerdem seien Kids-Planet-Mitarbeiter von Besuchern geschubst worden, erzählt Czeranski. „Wir wollen, dass die Besucher sich sicher fühlen.“

Andreas Kind, Leiter der Kulturwerkstatt, lobt die Arbeit von BCK und zieht ebenfalls ein positives Resümee. „Das Festzelt war eine klasse Idee, und auch die Eröffnung ohne Fassanstich hat sich bewährt“, sagt Kind. Er schlägt vor, das Geschehen mit kleinen Freiluft-Ausstellungen lokaler Künstler zu verdichten. „Das Konzept ist auf jeden Fall zukunftsfähig.“

Aktionen belebten Einkaufsstraße bis in die späten Abendstunden

Zum ersten Mal wurden beim Stadtfest auch die Gladbecker- und Kirchhellener Straße sowie der Rathausplatz und der Ehrenpark bespielt. Die Akteure sind von der Premiere begeistert.

„Wir haben absolut nichts zu meckern“, freut sich Dirk Helmke, Vorsitzender der IG Gladbecker Straße. Die Aktionen zum Stadtfest hätten die Einkaufsstraße bis in die späten Abendstunden belebt. „Die Kneipen waren alle voll. Auch die Händler waren zufrieden.“ Dass die Gladbecker Straße auch im nächsten Jahr Teil der Veranstaltung sein wird, steht für Helmke jetzt schon fest. „Leider wurde die Kirchhellener Straße am Samstag nicht bespielt. Deshalb fehlte an diesem Tag die Anbindung zum Rathausplatz.“

Die IG Kirchhellener Straße hat mit ihrem Segway-Parcours einen Volltreffer gelandet. „Wir hatten einen großen Zulauf“, freut sich IG-Mitglied Jochen Klee. Dass es kein Samstags-Programm gab, habe an den hohen Kosten für die Straßensperrung gelegen.

 
 

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