Das Ruhrgebiet braucht viel Glück

Verschwindet der Kumpel-Gruß?: Danke für das Aufgreifen des Themas. Ich habe nicht den Eindruck, dass das „Glückauf“ mehr und mehr verschwindet. Ganz im Gegenteil.

Ich nehme wahr, dass Briefe und E-Mails mit „Glückauf“ unterschrieben werden, und bei Telefonaten „Glückauf“ als Begrüßung oder Verabschiedung benutzt wird. Meine Wahrnehmung ist außerdem die, dass es in den sozialen Medien eine Ruhrgebiets-Nostalgie-Stimmung gibt, so dass auch dort „Glückauf“ immer häufiger verwendet wird. Es gibt auch immer mehr Geschenkartikel, die mit diesem Gruß verziert sind.

Selbst mein Bochumer Kollege – gebürtig im Norden – der noch nicht einmal im weitesten Sinne mit dem Bergbau zu tun hatte, grüßt alle Leute mit „Glückauf“. Allerdings mit norddeutscher Betonung.

Als ich ihn fragte, warum er das macht, er hätte doch gar keine Beziehung dazu, kam die Antwort: „Das Revier kann im ursprünglichen Sinn des Grußes viel Glück gebrauchen, um Neues aufzutun.“

Na dann, Glückauf!