Das Kreuz mit dem Kreuz

B 224 Höhe Im Gewerbepark Richtung Gladbeck in Bottrop Foto: Birgit Schweizer/waz
B 224 Höhe Im Gewerbepark Richtung Gladbeck in Bottrop Foto: Birgit Schweizer/waz
Foto: WAZ
In Gladbeck folgt die Planfeststellung für den kurzen Abschnitt zum B 224-Ausbau bis zur A 2

Im Mai wird es zu einer neuen Offenlegung der Pläne für den Ausbau der B 224 zur Autobahn A 52 auf Bottroper Gebiet kommen, für den Herbst ist dann mit dem Erörterungstermin zu rechnen. Und eventuell auch in Gladbeck mit dem Beginn des Planfeststellungsverfahrens für den Ausbau der B 224 von der Stadtgrenze Bottrop/Gladbeck bis zum Autobahnkreuz mit der A 2.

Anfang Mai wird es wohl auch ein Gespräch zwischen Staatssekretären aus dem Bundes- und dem Landesverkehrsministerium und den drei Stadtoberhäuptern von Bottrop, Gladbeck und Essen geben. Die drei Städte hatten den Bundesverkehrsminister angeschrieben zum Thema Autobahnbau. Aus dem Ministerium war zu hören, dass man der Planung große Bedeutung beimesse bei gleichzeitig begrenzten Spielräumen in der Finanzierungsfrage.

Keine Überraschung für Bottrop: Der Minister sieht zwei Ausbauabschnitte in dem Projekt zwischen den Autobahnkreuzen der B 224 mit der A 42 und der A 2. Das ist der erste Abschnitt von der A 42 bis zur Stadtgrenze Bottrop/Gladbeck und dann der von dort bis zum Autobahnkreuz mit der A 2. Und für dieses zweite Stück soll jetzt bald das Planfeststellungsverfahren beginnen.

Dass mit dem Beginn des Ausbaus des Bottroper Stücks nicht zu rechnen ist, bevor Baurecht für das kurze Stück auf Gladbecker Gebiet bis zum Kreuz mit der A 2 besteht, ist jetzt aktuell in Gladbeck deutlich gemacht worden im Haupt- und Finanzausschuss.

Davon ging man in Bottrop ohnehin aus. Und dass der Ausbau nur bis zur Stadtgrenze auch keinen Sinn mache, weil dann die ausgebaute Autobahn in eine Art Flaschenhals mündet, „ist auch nicht in unserem Interesse“, betont Walter Hermann vom Dezernat für Öffentlichkeitsarbeit. Das habe Bottrop auch in seine eigene Stellungnahme im Verfahren angegeben.

In Bottrop weiß man aber, dass die Gladbecker schon in der Art des Ausbaus des Kreuzes ein Zeichen für den weiteren Ausbau der Bundesstraße zur Autobahn sehen, den sie gerne in Tunnellage hätten. Die Gladbecker Forderung nach einem solchen Tunnelausbau war bislang von den Zuschussgebern immer als zu teuer verworfen worden. So sah es ob der gegensätzlichen Meinungen eher nach Stillstand in Gladbeck aus - was auch die Gestaltung des Autobahnkreuzes und damit des Anschlussstücks von der Bottroper Stadtgrenze aus erschwert hätte.

Kommt es durch die zu erwartende Grundsatzdiskussion zu einer Zeitverzögerung auch für das Bottroper Ausbaustück? In Gladbeck kann man sich schnelle Lösungen für den Abschnitt bis zum Autobahnkreuz vorstellen, bei denen nichts verbaut wird für jedwede Weiterführung des Ausbaus durch Gladbeck.

 

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