Das Konzept geht auf

„La Signora“ war am Sonntagabend bei „Comedy im Saal“ zu Gast. Das neue Konzept gibt auch Raum für Künstler abseits der Comedy. Foto: Olaf Fuhrmann
„La Signora“ war am Sonntagabend bei „Comedy im Saal“ zu Gast. Das neue Konzept gibt auch Raum für Künstler abseits der Comedy. Foto: Olaf Fuhrmann

Bottrop..  Knapp ein Jahr ist es her, dass Ludger K. sich entschied, die Co-Moderation bei „Comedy im Saal“ abzugeben. Benjamin Eisenberg entschloss sich daraufhin, mit einem neuen Konzept allein weiterzumachen. Es sollte abwechslungsreicher werden, mehr Raum für Künstler abseits der Comedy geben. Am Sonntagabend bestand Gelegenheit, sich die Entwicklung dieser Show zu beobachten.

Waren es früher meistens drei Comedians, die sich Eisenberg in die Show einlud, sind es mittlerweile nur noch zwei. Der dritte Künstler darf dann zum Beispiel ein Musiker sein. Diesmal war es der Oberhausener Alexx Marrone. Der Singer/Songwriter gab sich wortkarg, hie und da ironisch. Er ließ lieber seine Gitarre für sich sprechen.

Tatsächlich begann es bierernst. „Hurt“ von Johnny Cash ist nicht gerade ein Stück, das gute Laune im Überschuss produziert. Das Publikum wurde langsam warm bei „Hotel California“, im zweiten Durchgang fand auch Marrone sich in seine Rolle ein. „Ghostriders in the Sky“ sang er schon mit einem leichten Grinsen, im Duett mit Eisenberg gab er Rudi Carrells „Wann wird´s mal wieder richtig Sommer?“ zum Besten. Hier blieb das Publikum nicht mehr still.

Mit einem Instrument ausgerüstet war auch „La Signora“. Die Oberhausenerin macht musikalisches Kabarett mit dem Akkordeon. Das sei allerdings nur wenig sexy, was sie mit einer eigenwilligen Interpretation von „Blue suede Shoes“ unter Beweis stellen wollte. Das Stück von Carl Perkins hatte Elvis später bekannt gemacht, sein berühmter Hüftschwung sah bei „La Signora“ jedoch gewollt wenig sexy aus. Inhaltlich setzte sie den Schwerpunkt auf ihre Vorliebe für ältere Männer. Die gäben ihr sexuell einfach mehr . . .

Zu ihrer Zielgruppe zählte auch der dritte Gast des Abends. Jürgen Scheunenpflug stellte sein Programm „Rock am Stock“ vor. Darin verarbeitet er die Schwierigkeiten des Alterns, wenn etwa der Urologe bei der Prostatauntersuchung „mit dem Mittelfinger Kasperle spielt.“

Das neue Konzept tut der Show gut, die Mischung kommt beim Publikum an. Eisenberg hat sich damit noch mehr in die Nähe der typischen Late-Night-Shows begeben. Comedy im Saal konnte sein Profil damit schärfen.

Bottrop. Knapp ein Jahr ist es her, dass Ludger K. sich entschied, die Co-Moderation bei „Comedy im Saal“ abzugeben. Benjamin Eisenberg entschloss sich daraufhin, mit einem neuen Konzept allein weiterzumachen. Es sollte abwechslungsreicher werden, mehr Raum für Künstler abseits der Comedy geben. Am Sonntagabend bestand Gelegenheit, sich die Entwicklung dieser Show zu beobachten.

Waren es früher meistens drei Comedians, die sich Eisenberg in die Show einlud, sind es mittlerweile nur noch zwei. Der dritte Künstler darf dann zum Beispiel ein Musiker sein. Diesmal war es der Oberhausener Alexx Marrone. Der Singer/Songwriter gab sich wortkarg, hie und da ironisch. Er ließ lieber seine Gitarre für sich sprechen.

Tatsächlich begann es bierernst. „Hurt“ von Johnny Cash ist nicht gerade ein Stück, das gute Laune im Überschuss produziert. Das Publikum wurde langsam warm bei „Hotel California“, im zweiten Durchgang fand auch Marrone sich in seine Rolle ein. „Ghostriders in the Sky“ sang er schon mit einem leichten Grinsen, im Duett mit Eisenberg gab er Rudi Carrells „Wann wird´s mal wieder richtig Sommer?“ zum Besten. Hier blieb das Publikum nicht mehr still.

Mit einem Instrument ausgerüstet war auch „La Signora“. Die Oberhausenerin macht musikalisches Kabarett mit dem Akkordeon. Das sei allerdings nur wenig sexy, was sie mit einer eigenwilligen Interpretation von „Blue suede Shoes“ unter Beweis stellen wollte. Das Stück von Carl Perkins hatte Elvis später bekannt gemacht, sein berühmter Hüftschwung sah bei „La Signora“ jedoch gewollt wenig sexy aus. Inhaltlich setzte sie den Schwerpunkt auf ihre Vorliebe für ältere Männer. Die gäben ihr sexuell einfach mehr . . .

Zu ihrer Zielgruppe zählte auch der dritte Gast des Abends. Jürgen Scheunenpflug stellte sein Programm „Rock am Stock“ vor. Darin verarbeitet er die Schwierigkeiten des Alterns, wenn etwa der Urologe bei der Prostatauntersuchung „mit dem Mittelfinger Kasperle spielt.“

Das neue Konzept tut der Show gut, die Mischung kommt beim Publikum an. Eisenberg hat sich damit noch mehr in die Nähe der typischen Late-Night-Shows begeben. Comedy im Saal konnte sein Profil damit schärfen.

 
 

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