Buttersäure-Anschlag auf das Jobcenter Bottrop

Matthias Düngelhoff
Die Mitarbeiter des Jobcenters wurden evakuiert und warteten vor dem Gebäude auf die Analyseergebnisse.
Die Mitarbeiter des Jobcenters wurden evakuiert und warteten vor dem Gebäude auf die Analyseergebnisse.
Foto: Franz Naskrent
Buttersäure sorgte am Montagmittag für einen Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Berliner Platz. Unbekannte hatten die Substanz im Treppenhaus des Jobcenters im Kaufland-Gebäude ausgebracht. Eine Person musste mit Erbrechen und Übelkeit ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Bottrop. Buttersäure sorgte am Montagmittag für einen Großeinsatz der Feuerwehr auf dem Berliner Platz. Unbekannte hatten die Substanz im Treppenhaus des Jobcenters im Kaufland-Gebäude ausgebracht.

Die Folge: Im Korridor und im Empfangsbereich des Jobcenters stank es bestialisch. Kunden und Mitarbeiter mussten das Gebäude durch ein anderes Treppenhaus verlassen und warteten dann auf das Ergebnis der Analyse durch das Landesamt für Natur-, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV). Die Experten waren eigens mit einem Analysewagen aus Essen angerückt. Schließlich wollte die Feuerwehr ausschließen, dass es sich um einen anderen – möglicherweise gefährlicheren Stoff – als Buttersäure handelt. Die ist , trotz des Gestanks, vergleichsweise harmlos. Trotzdem, so Kim Heimann, Chef der Feuerwehr, habe man einen Kunden des Jobcenters ins Krankenhaus gebracht. „Er litt unter Erbrechen und Übelkeit.“

Ein Verletzter bei Säureanschlag

Wer für diese Attacke verantwortlich ist, ist unklar. „Das Treppenhaus ist öffentlich zugänglich und die Substanz wurde in einer kaum einsehbaren Stelle aufgebracht“, so Thorsten Bräuninger, Geschäftsführer des Jobcenters.

Nachdem klar war, dass es sich tatsächlich um Buttersäure handelte, setzte die Feuerwehr einen Neutralisator ein. Zusätzlich sorgte ein Drucklüfter für einen Luftaustausch im Treppenhaus.