Bottroper wird neuer Muna-Chef

Oberstleutnant Rudolf Haller, Kommandant der Muna Foto: Franz Meinert / WAZ FotoPool 20.10.2011
Oberstleutnant Rudolf Haller, Kommandant der Muna Foto: Franz Meinert / WAZ FotoPool 20.10.2011
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Oberstleutnant Rudolf Haller wird am 26. April verabschiedet. Danach übernimmt der Bottroper Oberstleutnant Ralf Weinberger die Leitung des Munitionsdepot der Bundeswehr in Dorsten.

Am 26. April ist auch das Jahr vorbei, um das Muna-Kommandant Rudolf Haller seine Dienstzeit in Dorsten dem Dorstener Munitionsdepot verlängert hat. Dann wird der Oberstleutnant, der auch zwei Mal für die CDU im Wahlkreis Bottrop Gladbeck und Dorsten in den Bundestag einziehen wollte, mit einem feierlichen Appell verabschiedet vom Kommandeur der ortsfesten logistischen Einrichtungen des Logistik-Regiments 47, Oberst Georg von Harling.

Von der Rheinarmee

Der Nachfolger von Rudolf Haller, der als ersten Bundeswehr-Kommandant 1999 das Depot von der britischen Rheinarmee übernommen und seither geleitet hatte steht schon fest: Ralf Weinberger, ebenfalls Oberstleutnant und 47 Jahre alt. „Das ist für mich wie sechs Richtige im Lotto“, freut sich der Bottroper über eine „Traumverwendung“. Die erlaubt es dem Familienvater (ein Sohn, 15), in seinem Heimatort wohnen zu bleiben. „Ein Glück für mich, das Rudolf Haller verlängert hat“, erklärt er, „sonst wäre ich wohl noch zu jung gewesen für die Aufgabe.“

Auch hinter Weinberger liegt, wie bei vielen anderen Offizieren, eine Karriere mit zahlreichen Stationen im gesamten Bundesgebiet. Von der Pike an hat er die Dienstgrade durchlaufen: Unteroffizierslaufbahn in der Panzerbrigade Sigmaringen nach dem Grundwehrdienst, es folgten Offiziersausbildung und sieben Jahre als Kompaniechef. Sieben weitere Jahre war er Kasernenkommandant des Feldjäger Bataillons in Hilden, zuletzt hat er Vorschriften für die Logistik der Bundeswehr verfasst. „Ich freue mich, jetzt wieder mit Menschen und Öffentlichkeit zu tun zu haben“, sagt Weinberger.

Auch das karnevalistische Faible seines Vorgängers ist ihm nicht fremd: Als Vorsitzender der Offiziersheim-Gesellschaft hatte er regelmäßig auch närrische Termine.

 

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