Bottroper Treppenlauf setzt erneut Maßstäbe

OB Bernd Tischler (v.l.), Frank Pinnow (Sparkasse), Peter Stadtmann, Claus Schwarz, Hermann Hirschfelder (Marketingverein) und Stefanie Genthe (Ele).
OB Bernd Tischler (v.l.), Frank Pinnow (Sparkasse), Peter Stadtmann, Claus Schwarz, Hermann Hirschfelder (Marketingverein) und Stefanie Genthe (Ele).
Foto: FUNKE FotoServices
Die längste Strecke wartet in diesem Jahr mit 1847 Stufen auf. Vom Fuß des Tetraeders geht es für die Sportler bis zu 372 Meter aufwärts.

Bottrop..  Es gibt höchstwahrscheinlich nur wenige Disziplinen, in denen sich Bottrop mit New York City vergleichen kann. Doch zumindest in einer übertrifft die Ruhrgebietsstadt sogar die Weltmetropole: Beim Tetraeder-Treppenlauf, zu dem am 30. August zum dritten Mal der Startschuss fällt, gilt es mehr Stufen zu erklimmen, als beim sportlichen Pendant im berühmten Empire State Building (1576 Stufen).

„Wir sind stolz darauf, den Treppenlauf als feste Sportveranstaltung in der Region etabliert zu haben“, sagt Dirk Lewald, Mitorganisator vom Leichtathletik Club Adler Bottrop. Bisher seien schon 471 Voranmeldungen eingegangen. Die Meldefrist läuft allerdings noch bis Samstag.

Doch auch Kurzentschlossene können noch zum Zug kommen: Nachmeldung sind am Tag der Veranstaltung bis zu einer halben Stunde vor dem Start möglich. „Wir hoffen, dieses Mal die Marke von rund 600 Teilnehmern zu knacken“. Die Chancen dafür stehen gut, denn das Angebot wurde in diesem Jahr noch einmal deutlich an die Wünsche der Aktiven angepasst: Die Veranstalter konzentrieren sich diesmal voll auf die Läufer. „Der Treppen-Walk ist ersatzlos weggefallen, denn die Nachfrage war dort nicht gegeben“, so Lewald. Dafür wurden Laufstrecken zum Teil verlängert.

Breites Angebot

Für Einsteiger wird der Power-Stairway-Run mit fünf Kilometern Strecke und 387 Stufen angeboten. Professionellere Läufer gehen dann eine Stunde später beim Ultra-Run an den Start: Hier gilt es, 6,5 Kilometer und 752 Stufen zu überwinden. Staffeln laufen beim Team-Run gemeinsam 9,5 Kilometer und erklimmen 1482 Stufen. Die Königsdisziplin bildet dann der Extreme-Empire-Run, bei dem die Spitzensportler elf Kilometer und 1847 Treppenstufen vor dem Zieleinlauf hinter sich bringen müssen.

Neben zahlreichen Teilnehmern wünschen sich die Veranstalter vor allem wieder viele Zuschauer am Streckenrand: „Es wäre toll, wenn die Läufer von möglichst vielen Besuchern angefeuert werden“, so Holger Czeranski, der mit seiner Agentur den Marketingverein mit bei der Organisation unterstützt. Deshalb wird es auch wieder ein interessantes Rahmenprogramm rund um den Start-Ziel-Bereich am Alpincenter geben.

Feuerwehrleute bekommen eigene Kategorie

Beim letzten Mal war es fast kleine Sensation: Zwei Feuerwehrleute kamen in nahezu vollständiger Montur zum Treppenlauf und nahmen am regulären Rennen teil. Die Resonanz darauf war so positiv, dass die Veranstalter in diesem Jahr kurzerhand eine eigene Kategorie für die sportlichen Rettungskräfte eingeführt haben.

„Wir waren überrascht, wie groß die Feuerwehr-Sport-Szene doch ist“, sagt Dirk Lewald. Für den ersten Firefighter-Stairway-Run haben sich nämlich nicht nur viele Bottroper, sondern auch Feuerwehrleute von Wachen aus umliegenden Städten angemeldet. „Es wird sogar einige überregionale Teilnehmer geben“, so Lewald.

Die Anforderungen sind dabei enorm: 6,5 Kilometer und 752 Treppenstufen erwarten die Brandbekämpfer auf ihrem Parcours. Als wäre das noch nicht genug, ist das tragen von Helm, Mantel, Stiefeln und dem Atemschutz samt Flasche Pflicht. Einzig die zugehörige Maske wird nicht aufgesetzt. Insgesamt kommt ein zusätzliches Gewicht zusammen, das zwischen 30 und 45 Kilogramm liegt. Umso beachtlicher, dass die Teilnehmer im letzten Jahr nur rund eine halbe Stunde langsamer waren als die regulären Läufer.

 
 

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