Bottroper Supersamstag kommt noch nicht super an

Bei einer Modenschau vor dem Bekleidungshaus Mensing präsentieren junge Models die Frühjahrs- und Sommermode. Am Eiscafé nebenan schauen einige Passanten zu.
Bei einer Modenschau vor dem Bekleidungshaus Mensing präsentieren junge Models die Frühjahrs- und Sommermode. Am Eiscafé nebenan schauen einige Passanten zu.
Foto: FUNKE Foto Services
Zum Auftakt zählen Veranstalter etwas mehr Käufer als sonst. Bis November will Marketingverein Kunden am ersten Samstag des Monats Erlebniseinkauf bieten.

Bottrop..  Es war wie an jedem Samstagnachmittag im Stadtkern. Sobald die letzten Erledigungen auf dem Wochenmarkt getätigt sind und die Kunden ihre vollen Einkaufstaschen zu ihren Autos getragen haben, sind die Straßen in der Innenstadt wie leer gefegt - doch ganz so leer wie üblich war es zum ersten „Supersamstag“ in der City dann doch nicht.

Der Verein „Marketing für Bottrop“ hat damit begonnen, mit einer Reihe von Aktionen wieder für vollere Einkaufsstraßen zu sorgen. „Wir möchten unsere Innenstadt mehr beleben und durch viele verschiedene Angebote wieder attraktiver machen“, sagte Vereinsmitglied Holger Czeranski. Daher wird es nun zunächst bis November am ersten Samstag des Monats den „Supersamstag“ geben.

Zum Auftakt befand sich eine Bullriding-Station direkt an der Eisdiele San Remo, und Live-Musik an der Gladbecker Straße stoppte viele interessierte Passanten. Kinder liefen mit bunten Gesichtern als Tiger, Pirat oder Eiskönigin durch die Stadt. 22 Unternehmen nahmen an diesem Samstag an der Aktion teil. Dazu verlängerten einige Geschäfte auch ihre Öffnungszeiten.

In der City wurde viel geboten

Es wurde den Kunden in der Innenstadt viel geboten. Das Modehaus Mensing etwa spendierte jedem Kunden ein Glas Prosecco und organisierte vor dem Eingang eine Modenschau. Hier präsentierten Models unter den Augen etlicher Zuschauer die neueste Mode für den Sommer.

Bei Karstadt lud der Verein Hartmetall-Ruhrpott zu einem Fitness-Work-out ein, bei dem die Besucher kostenlos mitmachen konnten. Der Verein präsentierte sein Intervalltraining. „Mit Hilfe von ausgewählten funktionellen Trainingsmethoden aus dem Leistungs- und Kampfsport wird ein intensives und gezieltes Ganzkörper-Work-out erstellt, welches die individuelle Fitness steigert“, erklärt Trainer Markus Adam. „Die Leute hier sind sehr interessiert und schauen uns bei unseren Work-outs zu“, sagte er. „Leider scheint die Hemmschwelle zu hoch zu sein, so dass sich uns kaum einer angeschlossen hat, um hier zu trainieren“, bedauerte der Fitness-Coach.

Bei Schröders Küchensysteme wiederum kochten Kinder der „Cooking Taps“ in einer neu gestalteten Küche, und die Tanzschule von Peter Frank bot Schnupperkurse an. Auch andere Geschäfte lockten die Kunden mit Rabatt- und Überraschungsaktionen, doch der erhoffte große Andrang blieb in vielen Läden aus. „Unser Projekt hat Entwicklungspotenzial“, sagte denn auch Holger Czeranski. „Dass die Stadt heute brechend voll wird, hat niemand erwartet. Immerhin waren mehr Besucher da, als ohne den Supersamstag. Wir sind offen für jede Kritik und werden weiter an unseren Ideen feilen, um unser Projekt zu perfektionieren“, kündigte er an.

 
 

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