Bottroper Campus soll Ende Oktober eröffnet werden

Nina Stratmann
Blick auf den Neubau der Hochschule Ruhr West in Bottrop an der Hans-Sachs-Straße.
Blick auf den Neubau der Hochschule Ruhr West in Bottrop an der Hans-Sachs-Straße.
Foto: Winfried Labus
Der Termin steht: Der Neubau der Hochschule Ruhr West in Bottrop soll im Herbst eröffnet werden. Am 24. Oktober soll der Komplet mit Gästen und Honoratioren gefeiert werden. Der Lehrbetrieb geht sogar schon Mitte September los. Die Verantwortlichen sind zuversichtlich, dass alles zeitig fertig wird.

Bottrop. Der offizielle Eröffnungstermin für den Neubau der Hochschule Ruhr West an der Hans-Sachs-Straße steht fest: Am Freitag, 24. Oktober, soll mit Gästen und Honoratioren gefeiert werden. Der Lehrbetrieb in dem neuen Komplex soll bereits Mitte September mit Beginn des Wintersemesters 2014/15 starten.

Beim Richtfest im Juli 2013 war noch von der Planung die Rede, den neuen Campus Anfang 2014 an die Hochschule übergeben zu können, auf dass er zum Sommersemester 2014 hätte in Betrieb gehen können (WAZ berichtete). Jedoch hatte der landeseigene Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) NRW ebenfalls beim Richtfest schon rund 50 Tage Schlechtwetter mit Temperaturen unter fünf Grad beklagt, die Verzögerungen beim Rohbau zur Folge hatten. Man hoffte damals, die verlorene Zeit im weiteren Verlauf aufholen zu können. „Das ist uns leider nicht ganz geglückt“, sagt nun BLB-Sprecherin Barbara Kneißler. „Wir haben uns bemüht, haben das aber nicht aufholen können.“ Zumal auch die Fassade in der Ausgestaltung etwas Besonderes sei; da habe man keine Zeit rausholen können. Auf die Kosten, 34 Millionen Euro, habe das keinerlei Auswirkungen. Und mit der Hochschule sei alles frühzeitig abgestimmt worden.

Vorlesungsfreie Zeit nutzen, um den Umzug zu vollziehen

„Wir arbeiten mit dem BLB sehr eng zusammen“, sagt auch Hochschulpräsident Professor Eberhard Menzel, „wir sind zu jedem Zeitpunkt informiert über alles, was am Bau passiert und haben keine Überraschung erlebt“. Menzel spricht mit Blick aufs Thema Bau-Planung generell von einem optimistischen Zeitplan, einem realistischen und einem Worst-Case-Zeitplan. Der Worst Case, also der schlimmste Fall, sei nicht eingetreten, sondern der realistische.

Ist der Neubau „zeitnah“, wie Barbara Kneißler in Aussicht stellt, an die Hochschule übergeben, will diese die vorlesungsfreie Zeit im Sommer nutzen, um den Umzug zu vollziehen und das Gebäude in Betrieb zu nehmen. Dieses soll ja quasi als großes Labor von Dozenten und Studenten mitgenutzt werden. Insgesamt steht auf dem neuen Bottroper Campus eine Bruttogeschossfläche von 11.400 Quadratmetern zur Verfügung. Der Komplex wird das Institut für Informatik und das Institut für Energiesysteme und Energiewirtschaft beherbergen, die derzeit noch an der Tannenstraße untergebracht sind.

Mit Beginn des kommenden Wintersemesters startet am neuen Bottroper Campus dann auch ein neuer Bachelor-Studiengang, der Green Tech in den Fokus nimmt. Er heißt Energie- und Umwelttechnik, und Studiengangsleiter Professor Dr. Saulo Freitas Seabra da Rocha charakterisiert ihn so: „Dieser Studiengang ist ein Studium für Umweltschützer und Technikfans gleichermaßen.“