Bottrop strampelt für Klimaschutz

Matthias Düngelhoff
Gemeinsam mit Bottropers OB Bernd Tischler (l.) und Gladbecks Bürgermeister Ulrich Roland gingen die Stadtradler 2015 auf Tour.
Gemeinsam mit Bottropers OB Bernd Tischler (l.) und Gladbecks Bürgermeister Ulrich Roland gingen die Stadtradler 2015 auf Tour.
Foto: Labus / FUNKE Foto Services
Nach den Ferien beginnt die Stadt mit der diesjährigen Stadtradel-Kampagne. Dann heißt es wieder Fahrrad statt Auto.

Bottrop.  Strampeln für den Klimaschutz – so lässt sich das Anliegen der Aktion „Stadtradeln“ kurz auf den Punkt bringen. Und die Bottroper sind auch in diesem Jahr aufgefordert, ihren Beitrag zu leisten. Drei Wochen lang sollen sie ihr Auto nach Möglichkeit stehen lassen und aufs Fahrrad umsteigen. Vom 21. Mai bis 10. Juni dauert die Projektphase in unserer Stadt. Nach den Osterferien, so Stadtsprecher Ulrich Schulze, werde man mit der Kampagne in Bottrop beginnen, dann können sich die Teilnehmer auch anmelden und für ihre Stadt Kilometer sammeln.

Wettkampf der Städte

Denn auch das ist Teil des Stadtradelns: ein Wettkampf zwischen den Kommunen. Es geht darum, so viele Fahrradkilometer wie möglich zu sammeln. Im Zeitraum vom 1. Mai bis 30. September kann jede Stadt ihre lokale Aktion durchführen. Schon jetzt sind zahlreiche Städte auf der Teilnehmerliste aufgeführt. Nach Bottrop sucht man bisher allerdings vergebens. Aber es kommt ja noch – und dann können sich auch die lokalen Teams und Radfahrer anmelden.

Wie in den vergangenen Jahren seien auch diesmal wieder verschiedene Aktionen vor Ort geplant, sagt Schulze. 2015 etwa wurde, gemeinsam mit der Nachbarstadt Gladbeck – eine Radtour mit Oberbürgermeister Bernd Tischler und Gladbecks Bürgermeister Ulrich Roland organisiert.

Die Teilnehmer müssen festhalten, wie viele Kilometer sie in den drei Wochen auf dem Rad zurücklegen. Das geht entweder mit der Stadtradel-App, die die Kilometer sofort zählt, oder per Meldung im Internet.

Beim letzten Mal haben die Bottroper Stadtradler 105 451 Kilometer zurückgelegt. 433 Teilnehmer haben sich während der drei Aktionswochen auf ihr Rad geschwungen und die Kilometer erstrampelt. Umgerechnet haben die Radler in der Zeit 15 053,9 Kilogramm CO2 eingespart. Und genau um das Vermeiden dieser Kohlendioxid Emmissionen geht es dem Klima-Bündnis, das die Stadtradel-Kampagne ins Leben gerufen hat. Demnach ließen sich 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden, wenn 30 Prozent der Kurzstrecken – bis sechs Kilometer – in den Innenstädten mit dem Fahrrad zurückgelegt würden.

Ausdrücklich fordern die Macher auch Kommunalpolitiker auf, sich zu beteiligen. Sie sollen so für die Belange des Radverkehrs gewonnen werden. Denn viele Radfahrer vermissen in den Städten die nötige Infrastruktur.