Bildungshilfe sucht weitere Mitstreiter

Bildung ist eines der besten Mittel gegen Armut. Dieser Meinung ist auch Emmanuel Nizeyimana und hat deshalb mit anderen den Verein „Bildungshilfe Bottrop-Rwanda“ ins Leben gerufen. Ziel des Vereins ist es, Menschen in seinem Heimatland Zugang zu Bildung zu ermöglichen. „Zwar ist die Grundschule kostenlos, doch an den weiterführenden Schulen muss Schulgeld bezahlt werden“, erklärt er. Die Bildungshilfe vergibt Stipendien an talentierte Jugendliche. Rund 300 Euro kostet der Schulbesuch in Ruanda pro Jahr (mit Verpflegung und Material).

2011 haben Nizeyimana, der 1971 nach Deutschland kam und hier als Ingenieur arbeitete, und seine Mitstreiter den Verein gegründet. Bisher unterstützen sie fünf Schüler. „Wir wollen pro Jahr mindestens einen Schüler aufnehmen“, sagt Nizeyimana. Der Verein hat sich vorgenommen, jeden garantiert bis zum Abschluss zu unterstützen. Entsprechend vorsichtig wird kalkuliert.

25 Mitglieder engagieren sich derzeit, sie zahlen mindestens fünf Euro pro Monat. Dies, so Nizeyimana, sei besonders nötig, weil viele Kinder ohne Vater aufwachsen – eine Folge des langen Bürgerkriegs im Lande. Entsprechend fehle oft das Geld, weiter die Schule zu besuchen. „Doch gleichzeitig wird für fast alle Berufe in Ruanda ein höherer Schulabschluss gefordert.“ Helfer vor Ort kümmern sich darum, dass das Geld, das in Deutschland gesammelt wird, ordnungsgemäß verwendet wird. Nizeyimana hat übrigens in Ruanda die Schule besucht – möglich war es durch ein Stipendium.

Der Verein will weiter wachsen, sucht Unterstützer und sammelt Geld. Letzteres komme hoffentlich bei einem Benefizkonzert am Samstag, 5. September, zusammen. Im Gemeindesaal der Oberhausener Jakobus-Kirche, An St. Jakobus 1, spielen am Samstagabend die beiden Bands Käpt’n Kuck und Tram Coversongs der vergangenen 50 Jahre. Einlass ist ab 19 Uhr, als Eintritt gibt jeder Besucher so viel er will.

 
 

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