Bezirk Süd ist gegen Windrad am Alpincenter

Foto: www.blossey.eu
Das Gremium beriet erneut über die Pläne der Alpincenter-Betreiber. Außerdem mussten sich die Mitglieder mit den Brücken im Bottroper Süden befassen. Mit der Unterführung Prosperstraße laufen die Planungen für die nächste Brücken-Baustelle.

Bottrop.  Dass ein CDU-Vertreter Beifall von DKP-Ratsfrau Irmgard Bobrzik erhält, hat Seltenheitswert. In der Sitzung der Bezirksvertretung Süd am Mittwoch war es soweit. CDU-Fraktionschef Jörg Widdermann hatte erklärt, dass auch die CDU im Bezirk Süd gegen die Windrad-Pläne am Alpincenter ist. Allerdings: Das letzte Wort in der Angelegenheit hat der Rat. Wie berichtet hatte der Planungsausschuss in der Sache nicht entschieden. Anders die Bezirksvertreter. SPD, CDU und DKP stimmten gegen die Windrad-Pläne. Grünen-Vertreter Christian Heinz enthielt sich. Im Januar hatte das Gremium bereits den ersten Entwurf abgelehnt.

Auf der Tagesordnung stand der Punkt als Antrag zur Änderung des Bebauungsplans. Denn der derzeit gültige Plan erlaubt in dem Bereich keine Bauten, die höher sind als der Tetraeder. Mit der Ablehnung dieses Antrags haben die Bezirksvertreter ihre Sicht der Dinge klar gestellt und jegliche Diskussion im Keim erstickt. Aber auch bei einer Annahme des Antrags hätte das nicht zwangsläufige grünes Licht fürs Windrad bedeutet. Das hatte Planungsamtsleiterin Christina Kleinheins zuvor erläutert. Mit der Annahme des Antrags wäre lediglich der Weg frei, das Ansinnen des Alpincenters genauer zu prüfen. Dann ständen Gutachten zu Lärmbelastung oder Schattenwurf an und auch die Standfestigkeit der Halde würde dann im Verfahren eine Rolle spielen. Anwohner aus dem Johannestal, die die Sitzung besucht hatten, nahmen den Beschluss des Gremiums lächelnd zur Kenntnis. Doch der ist nur eine Empfehlung an den Rat.

Weiteres Dauerthema im Süden und auch diesmal wieder auf der Tagesordnung: Die Brücken im Bezirk. Für die Brücke Lütkestraße konnte Heribert Wilken, Fachbereichsleiter Tiefbau und Stadterneuerung einen Abschlussbericht liefern. Unklar ist noch, wer die Kosten übernimmt, die durch die kurzfristige Absage der Sperrpause seitens der Bahn entstanden sind. Die bezifferte Wilken auf rund 25 000 Euro. Der Fördergeber hätte zwar signalisiert, dass auch diese Kosten förderfähig seien, die Stadt also nicht komplett darauf sitzen bleibt. Doch die Stadt will das Geld von der Bahn haben. Entsprechende Verhandlungen seien noch nicht abgeschlossen.

Die nächste Brücken-Baustelle im Süden ist die Unterführung Prosperstraße. Hier will die Bahn bauen und hat erste Pläne vorgelegt. Danach bleiben Durchfahrtshöhe- und breite unverändert. Das will die Stadt nicht. Deshalb, so Wilken, habe die Bahn neue Planungen beauftragt. Fest stehe aber, wenn die Stadt Änderungen wolle, müsse sie sich an den Kosten beteiligen. Im ersten oder zweiten Quartal 2015 rechnet Wilken mit einer ersten Kostenaufstellung seitens der Bahn. Dann seien auch erst konkrete Förderanträge möglich.

 
 

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