Bezirk billigt Pläne für Skaterbahn

Die abgesperrte Anlage im Ehrenpark in der Stadtmitte..
Die abgesperrte Anlage im Ehrenpark in der Stadtmitte..
Foto: WAZ
Umbau kostet rund 200 000 Euro. Die Lärmschutzwand wird bis zu fünf Meter hoch. Unter den Voraussetzungen sei Baugenehmigung möglich, glaubt die Stadt.

Bottrop..  Rund 200 000 Euro könnten der Bau der Lärmschutzwand und die Einzäunung der Skaterbahn im Ehrenpark kosten. Diese erste Einschätzung stellte die Verwaltung am Donnerstagnachmittag in der Bezirksvertretung Mitte vor. Allerdings, das betonte Heribert Wilken, Leiter des Fachbereichs Tiefbau und Stadterneuerung, werde die Stadt dafür Fördergelder beantragen. Die Bezirksregierung Münster, die darüber entscheidet, habe schon Zustimmung signalisiert und selbst die Bedeutung des Mehrgenerationenparks betont.

Einstimmig entschieden die Bezirksvertreter, die Stadt solle Ausbau-Variante drei vorantreiben. Wie berichtet sieht diese Alternative Lärmschutzwände zur Straße Ehrenplatz vor – dort bis zu fünf Meter hoch – und zur Paßstraße – in Höhe von 4,50 Meter. Bauchschmerzen bereitete den Bezirksvertretern vor allem die erforderliche Umzäunung. Diese Kritik kam auch von Skatern, die in der Sitzung anwesend waren. Doch anders, so die Beteuerung seitens der Verwaltung, könnten die Nutzungszeiten nicht kontrolliert werden. Und die Einhaltung der Zeiten sei Auflage der Bezirksregierung.

Stefan Voßschmidt (Grüne) mahnte an, bei dem Bau des Zaunes auch die Innenperspektive zu berücksichtigen. Auf keinen Fall dürften sich die Skater bei der Ausübung ihres Sports eingeengt fühlen. Ähnlich argumentierte Sandra Bonzol (SPD). Ihr Vorschlag: Die Tore sollten ausereichend breit sein, damit wenn sie geöffnet sind, die Anlage auch zum Park hin offen wirke.

Mit der Einschränkung der Öffnungszeiten auf fünf Stunden habe er kein Problem, sagte Skater Umut Kaya. Die Einzäunung sei wohl ein „notwendiges Übel“. Denn die Skater wollen ihrem Hobby im Park weiter nachgehen – und dafür stellten die Bezirksvertreter erste Weichen.

Übereinstimmend mahnten die Bezirksvertreter Sorgfalt, ein hieb- und stichfestes Lärmgutachten und Rechtssicherheit an. Doch theoretisch könnten Anwohner schon klagen, sobald eine Baugenehmigung erteilt wird – nämlich gegen eben diese.

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