Berne-Park wird Bühne der Natur

Größter Beliebtheit erfreut sich die Bastelwerkstatt beim Landschaftsfest und Familientag
Größter Beliebtheit erfreut sich die Bastelwerkstatt beim Landschaftsfest und Familientag
Foto: Winfried Labus / WAZ Foto Pool
20 Vereine und Verbände, die sich der Umwelt und dem Naturschutzverbunden fühlen, informierten über die Artenvielfalt vor der Haustür

Die dreijährige Maria versucht vergeblich, die Holzkuh zu melken, doch es will einfach nichts in den Eimer tropfen. Schon kommt Papa Marek Betcher zur Hilfe. Gemeinsam schaffen sie es. Die beiden lernen so etwas wie Landwirtschafts-Feeling im Berne-Park in Bottrop-Ebel kennen, wo am Sonntag der Familien- und Erlebnistag der Arbeitsgemeinschaft „Neues Emschertal“ gestaltet wurde.

Neben dem alten Maschinenhaus, in dem heute ein Restaurant residiert, waren gut 20 Stände aufgebaut worden. Hier hatten es sich Vereine und Initiativen zur Aufgabe gemacht, die Besucher für die Vielfalt des Emschertals zu begeistern. Denn nach ihrer Feststellung tut solches Engagement not, weil das Interesse an Natur und Umweltschutz immer mehr in den Hintergrund gerate.

„Besonders Kinder, die im Ballungsraum aufwachsen, lernen die Natur gar nicht mehr kennen.“, fürchte Alexander Christian, Hauptorganisator dieser Veranstaltung. „Wir brauchen eigentlich gar keine Reportagen über den Regenwald im Fernsehen anzusehen, wenn es um Artenvielfalt geht. Die gibt es auch hier, und viele kennen sie nicht.“ Aus diesem Grund informierten nicht nur der Naturschutzbund und die Waldschule Oberhausen über Aspekte der Umwelt, sondern außerdem Vereine wie die Biologische Station Westliches Ruhrgebiet.

Mutige Kinder trauten sich sogar, eine Blindschleiche auf die Hand zu nehmen. „Wer weiß schon, dass Blindschleichen gar nicht zu den Schlangen gehören. . Deshalb sind wir hier. Wir möchten den Menschen die heimischen Tierarten näher bringen“, sagt Martin Schlüpmann, Biologe bei der Biostation.

Neugier löste auch die „Rollende Waldschule“ aus, die die Landwirtschaft mit ins Boot genommen hat und nicht nur Felle und ein „Fühlhaus“, sondern verschiedenes Getreide und die große Holzkuh mitgebracht hat.

Während die Kinder beschäftigt waren, gab der Verein Naturgarten e.V.,Tipps und Ideen, wie man seinen Garten möglichst naturbelassen gestaltet und gleichzeitig der ein oder anderen Tierart einen Lebensraum schaffen kann. „Es ist uns wichtig klar zu machen, wie man einfache Ideen selber umsetzen und somit die Umwelt schützen kann“, betonte Christian Alexander.

Zum zweiten Mal fand der Tag im BernePark statt, organisiert von der Arbeitsgemeinschaft „Neues Emschertal“ - eine Kooperation zwischen der Emschergenossenschaft und dem Regionalverband Ruhr. Zielsetzung ist es, die biologische Artenvielfalt mit der Hilfe von Bürgern zu erhalten und zu schützen. Man kann sicher sein, dass mit dem Ereignis ein wichtiger Schritt in diese Richtung gemacht wurde.

 
 

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