Bei Modellfliegern dreht sich alles um den Flugtag

Beim Tag der offenen Tür auf dem Modellflugplatz am Heidhof in Kirchhellen.
Beim Tag der offenen Tür auf dem Modellflugplatz am Heidhof in Kirchhellen.
Foto: WAZ Fotopool
Der Modellflugverein „Bottroper R/C Club“ feierte sein 50-jähriges Bestehen mit einer Präsentation auf dem Vereinsgelände am Heidhof. Jetzt sucht der Vereinsvorstand Fotos für eine Galerie über das Ereignis.

Kirchhellen.  Der Flugtag des Modellflugvereins „Bottroper R/C Club“ stößt noch immer auf einiges Interesse unter den Modellfliegern. So macht sich der Vorstand des Vereins in einem Aufruf auf seiner Internet-Vereinsseite auf die Suche nach Fotos, um eine kleine Galerie über den Tag der offenen Tür zu veröffentlichen. Auf ihrer nächsten Versammlung am Sonntag, 5. Oktober ab 10.15 Uhr in der Gaststätte „Zum Weißen Igel“ wollen die Modellbau-Freunde ihren Flugtag noch einmal Revue passieren lassen.

Denn es gab ja auch ganz schön was zu sehen auf dem Flugplatz des Modellflugvereins am Heidhof. Besucher konnten aufgrund des 50-jährigen Bestehens die Geschichte des Modellbaus mit eigenen Augen sehen und erleben. Modelle aus den fünfziger Jahren, Jets mit Kerosin und Turbinenantrieb; moderne Flugzeuge mit Elektronantrieb, die digital gesteuert werden; Kunstflug-Doppeldecker, Speedmodelle, Hubschrauber - und das in allen Größen, Gewichten und Farben.

Erinnerung an Gründungszeit

Auch in der Luft stellten die Modellflieger durch Loopings und Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 250 km/h ihre Geschicklichkeit unter Beweis. „Wir haben circa 70 Mitglieder, davon ist ein Drittel aktiv. Wir sind ein Hobbyverein, bei dem es keinen Wettbewerb gibt“, sagte André Weppler, Schriftführer des Vereins. Seit 25 Jahren aktiv im Verein und Gründungsmitglied ist Werner Wittkohn. Er erinnert sich noch gut an die Zeit, wo er mit dem Modellflugzeugfliegen angefangen hat. „Es gab nur Verbrennermotoren oder 1 Kilogramm leichte Modelle, die anfangs gar nicht hoch erst in die Luft gekommen sind“, erzählt er. Heute seien die Modelle übermotorisiert und auf ein Kilogramm Flugzeug-Gewicht würden teilweise sieben Kilogramm Leistung drauf gepackt, ergänzt Weppler. Werner Wittkohn besitzt ein richtiges Oldtimer-Modell Marke Eigenbau, das damals noch analog durch Tippsteuerung und Impulse gesteuert wurde. Er ist gelernter KFZ-Handwerkermeister, daher liegt das Interesse an Technik nahe. „Ich kann mich für Modellflugzeuge begeistert, da mich die mittlerweile hochmoderne Technik und Elektronik fasziniert“, sagt er.

Was für Fahrlehrlinge die Fahrschule ist, sei für Einsteiger-Piloten der Modellflieger-Verein. „Früher musste man sich alles Wissen selbst aneignen. Der Verein bietet heute Einsteigern Hilfe, und man ist versichert“, so Weppler.

 
 

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