Bei Anruf Abzocke

Claudia Berger von der Verbraucherzentrale gab am Tag des Verbrauchers Hinweise zum Umgang mit unseriösen Werbeanrufen. Auch einige Betroffene waren dabei und berichteten von ihren Erfahrungen. Foto: Birgit Schweizer
Claudia Berger von der Verbraucherzentrale gab am Tag des Verbrauchers Hinweise zum Umgang mit unseriösen Werbeanrufen. Auch einige Betroffene waren dabei und berichteten von ihren Erfahrungen. Foto: Birgit Schweizer
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..  „Guten Tag, sie gehören zum Kundenstamm unser Lottospielgemeinschaft...“. Wer kennt sie nicht, diese lästigen Werbeanrufe, mit denen ahnungslosen Verbrauchern in der Regel ein kostenpflichtiges Gewinnspielabonnement untergeschoben werden soll? Am „Tag des Verbrauchers“ standen Annette Plawecki und Claudia Berger von der Verbraucherzentrale Bottrop nicht nur Rede und Antwort rund um das Thema Telefonabzocke. Auch Betroffene berichteten von ihren Erfahrungen.

„Ich habe jetzt erst einmal Ruhe, aber es kam auch schon vor, dass ich mehrmals pro Woche angerufen wurde“, erzählt Anita Kuczera. Das Prozedere ist meist das gleiche: Der Verbraucher wird angerufen und vom „freundlichen“ Gegenüber in ein Gespräch verwickelt, in dessen Verlauf er mehr und mehr sensible Daten – darunter oft sogar die Bankverbindung – preisgibt oder sich zum Abschluss eines Gewinnspielabonnements hinreißen lässt.

Nicht selten folgt dann einige Tage später beim Blick auf die Kontoauszüge der Schock: Die unseriösen Firmen haben sich die Bankdaten zunutze gemacht und sich am Konto bedient. Eine weitere Verbraucherin berichtete von einer anderen Betrugsmasche. Bei ihr buchten die Betrüger die Kosten für ein vermeintliches Abonnement von der Telefonrechnung ab.

„Man bindet sich in so einem Fall telefonisch nicht“, verrät Claudia Berger. Die Leiterin der Verbraucherzentrale Bottrop rät den Geschädigten, meist Senioren, sich im Falle eines Anrufs die Rufnummer zu notieren – soweit möglich. Dann könnte eben diese Nummer von der Bundesnetzagentur gesperrt werden. Zudem solle man für einige Zeit nach einem solchen unerwünschten Anruf die Bewegungen auf dem eigenen Konto oder der Telefonrechnung genau im Auge behalten. Die Verbraucherzentrale bietet den Betroffenen Hilfe an, unterstützt zum Beispiel beim Aufsetzen von Schriftstücken oder kümmert sich gleich um die ganze Angelegenheit.

Schützen kann man sich kaum. „Die Anbieter wechseln häufig die Rufnummern. Und sie verfügen meist nur über eine Postfachadresse. Am besten meidet man Kreuzworträtsel oder Preisausschreiben“, raten Berger und Plawecki.

 
 

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