Auf dem Stundenplan steht Zirkus

Akrobatik statt nur Schreiben und Lesen stand eine Woche lang bei den Schillerschülern auf dem Stundenplan. Am Freitag hat ihr Zirkusprojekt Premiere.
Akrobatik statt nur Schreiben und Lesen stand eine Woche lang bei den Schillerschülern auf dem Stundenplan. Am Freitag hat ihr Zirkusprojekt Premiere.
Foto: Schillerschule
Schillerschüler lernen eine Woche lang lieber im Manegenrund als im Klassenzimmer. Am heutigen Freitag feiern sie mit ihren Vorstellungen Premiere.

Bottrop..  Wenn man die Kinder an der Schillerschule fragt, warum man sich eine Woche lang nicht nur mit Rechnen, Schreiben und Lesen sondern auch noch mit Akrobatik, Hula-Hoop, Bodenakrobatik, Trapez, Clownerie, Glasbalance, Drahtseilartistik und Jonglage in der Schule beschäftigen soll, erhält man eine eindeutige Antwort: „Es mach totalen Spaß!“

Schaut man dabei noch in die glänzenden Kinderaugen, sind eigentlich alle Fragen rund um eine Zirkusprojektwoche beantwortet. Alle Schülerinnen und Schüler der Grundschule erleben eine besonders aufregende Zeit. In verschiedenen Gruppen trainieren sie für die Aufführungen am Freitag und Samstag im Zirkuszelt am Festplatz auf der Bogenstraße.

Projektwoche organisiert

Gemeinsam mit dem „Projektzirkus Proscho“ aus Rothenburg o.d.T. organisieren die Lehrkräfte und Eltern der Schule diese Projektwoche in dem Wissen, dass diese Zeit eine weitere positive Wirkung auf das gemeinschaftliche Lernen und Leben an der Schule haben wird.

Die positiven Aspekte der Zirkusarbeit erstrecken sich jedoch nicht nur auf das soziale Lernen, sondern betreffen auch die Persönlichkeitsbildung. Bei der Arbeit in den Zirkusgruppen ist die Disziplin sich selbst und dem Partner gegenüber nämlich äußerst wichtig. Zirkuspädagogik will individuelle motorische, künstlerische und soziale Begabungen wecken und fördern und damit zur Entfaltung der Persönlichkeit beitragen.

Zudem lernen die Schülerinnen und Schüler Ängste zu überwinden und Konflikte zu lösen anstatt davonzulaufen. Misserfolg und Erfolg stehen direkt nebeneinander und müssen vom Kind bewältigt werden. Das macht die Kinder innerlich stark und bildet ihre Persönlichkeit. Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit werden im Zirkus gefördert., wenn Kinder sich eigenständig an scheinbar gefährliche Übungen heranwagen und die Prüfung bestehen. Die Zirkusarbeit vermittelt den Schülerinnen und Schülern Erlebnisse des Könnens und fördert damit auch das weitere schulische Lernen und Leben an der Schillerschule.

Aus diesen Gründen hat das Zirkusprojekt an der Schillerschule bereits eine lange Tradition, die nun weiter fortgeführt wird. Bei der Organisation und Finanzierung beteiligten sich alle Mitglieder der Schulgemeinde.

Schulgemeinde finanziert Projekt

Die Erlöse aus dem letzten Schulfest sowie aus dem Verkaufsstand auf dem letzten Bottroper Nikolausmarkt, ein Sponsorenlauf aller Schülerinnen und Schüler, ein Beitrag des Fördervereins der Schule und eine Reihe von Spenden aus der Stadt (Sparkasse und Volksbank Bottrop, Gesellschaft für Bauen und Wohnen) bildeten einen guten Grundstock. Der Rest des benötigten Geldes wird dann aus dem Kartenverkauf für die vier Aufführungen am Freitag, 29. April, um 15 Uhr und um 18.30 Uhr sowie am Samstag, 30. April, um 11 Uhr um 15 Uhr erzielt.

Wenn man beobachtet, mit welcher Freude und welchem Stolz die Kinder im Bottroper Süden diese Zirkuszeit erleben, kann man sicher sein, dass spätestens in vier Jahren wieder ein Zirkusprojekt stattfinden wird. Und ab sofort beginnt an der Grundschule wieder das Sparen fürs nächste Projekt.

 
 

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