An neuer Malteser-Schule in Bottrop endet der erste Kurs

Die Teilnehmer der Demenzkompetenz-Schulung der Malteser sind jetzt fit in der Versorgung von Menschen mit Demenz.
Die Teilnehmer der Demenzkompetenz-Schulung der Malteser sind jetzt fit in der Versorgung von Menschen mit Demenz.
Foto: Klaus Wieczorek
Eigentlich eröffnet das Bildungszentrum erst Ende August. Doch schon im Vorfeld erlernten zwölf Teilnehmer den Umgang mit dementen Menschen.

Bottrop..  Zwölf Mitarbeiter der Malteser aus ganz Deutschland wurden jetzt in Bottrop in der Versorgung von Menschen mit Demenz geschult. Ihre im Laufe der Schulungswoche frisch erworbenen Kenntnisse werden die Teilnehmer in Zukunft in verschiedenen Einrichtungen der Malteser überall im Land anwenden können. Dazu gehören beispielsweise der Besuchs- und Begleitdienst, der Hausnotruf oder die Angehörigenberatung.

Die einwöchige Fortbildung hat im neuen Schulungszentrum der Malteser in Bottrop an der Scharfstraße 13 stattgefunden. „Das war sozusagen unsere Kick-Off-Veranstaltung“, erklärt Katja Dördrechter, Leiterin des Schulungszentrums. Denn offiziell eröffnet wird das neue Ausbildungszentrum erst Ende August mit einem Demenztag.

Tagestreff für Menschen mit Demenz

Schon seit drei Jahren gibt es bei den Maltesern den Tagestreff für Menschen im Frühstadium der Demenz. Es arbeitet nach dem Silviahemmet-Modell und wurde 2012 von Königin Silvia von Schweden höchst persönlich eingeweiht. Die schwedische Königin hat 1996 die Stiftung Silviahemmet ins Leben gerufen, die sich die gute Versorgung und Pflege von dementiell Erkrankten und die Forschung in diesem Bereich auf ihre Fahnen geschrieben hat.

Es wurden neue Methoden entwickelt, die den Blick von Angehörigen und Personal in Einrichtungen und Pflegediensten auf die Erkrankten und ihre Bedürfnisse schärfen sollen. Es sollen bei ihnen die noch vorhandenen Ressourcen aktiviert werden und die emotionale Zuwendung zu einem wichtigen Teil des Zusammenlebens werden.

Der Bedarf an Kursen ist groß

Wie das gehen kann, genau das soll in Zukunft auch Thema bei Kursen in dem neuen Ausbildungszentrum der Malteser sein. „Es gibt einen unglaublichen Bedarf“ erklärt Katja Dördrechter, Leiterin des Schulungszentrums. „Fast jeder Mensch kennt einen Menschen mit demenzieller Veränderung oder jemanden, der damit zu tun hat.“ Und die meisten stehen zunächst einmal hilflos vor der Situation.

Deshalb sei es sehr wichtig, viele Menschen im Umgang mit demenziell Erkrankten zu schulen. Dabei denken die Malteser natürlich an die Angehörigen, aber durchaus auch an ganze Berufsgruppen, die damit zu tun haben. Als Beispiel nennt Katja Dördrechter den Geschäftsführer einer Gebäudereinigungsfirma, die auch in Altenheimen putzt, und der für seine Mitarbeiter eine Schulung gebucht hat. Oder etwa die Ausbildung von Klinikbegleitern für die Krankenhäuser.

Als Vorteil im neuen Ausbildungszentrum, das eine Anschubfinanzierung von der Stiftung erhalten hat, wird dabei die unmittelbare Nähe zum Malteser Tagestreff im gleichen Gebäude gesehen, so dass Theorie und Praxis mit einander verknüpft werden können.

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