Albers-Arbeiten: Dauerpräsentation für Bottrop gefordert

Die Albers-Sammlung wuchs in den vergangenen Jahrzehnten beständig - sie kann nur nicht dauerhaft gezeigt werden. Rechts  eines der 2013 neuerworbenen Albers-Arbeiten „4 Central Warm Colors Surrounded by 2 Blues“ von 1948.
Die Albers-Sammlung wuchs in den vergangenen Jahrzehnten beständig - sie kann nur nicht dauerhaft gezeigt werden. Rechts eines der 2013 neuerworbenen Albers-Arbeiten „4 Central Warm Colors Surrounded by 2 Blues“ von 1948.
Foto: WAZ FotoPool
Josef-and-Anni-Albers-Foundation erinnert an Vertrag von 1980 und will das ständige Auf- und Abhängen der Werke im Museum nicht dauerhaft hinnehmen.

Bottrop.. Seit gut 30 Jahren, seit der Eröffnung des Erweiterungsbaus des „Josef Albers Museum Quadrat“ ist die ständige Sammlung des Hauses, deren Herzstück die Arbeiten des Bottroper Künstlers Josef Albers darstellt, in Bewegung. Und das nicht nur, was die Erweiterung durch Ankäufe oder Ausleihen an andere Museen betrifft, sondern im wahrsten Sinne des Wortes.

Für jede Sonderausstellung von Rang müssen die Albers-Arbeiten, die Anlass für den Neubau waren und den zugleich den Ruf des Hauses begründen, abgenommen werden. Und das, weil es keine andere Präsentationsmöglichkeiten für Kunstwerke gibt, die teilsweise aus großen Museen oder wichtigen Sammlungen der Welt ihren Weg für einige Zeit nach Bottrop finden.

Kulturdezernent stellt Konzept vor

Diesen Zustand wird auch Kulturdezernent Willi Loeven in der kommenden Sitzung des Kulturausschusses am Freitag noch einmal dringlich beschreiben. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die in den USA ansässige Josef and Anni Albers-Foundation verstärkt darauf hinweist, dass es sich beim Auf- und Abhängen der ständigen Sammlung um eine Ausnahme handelt.

„Eine solche regelmäßige Rochade der Albers Sammlung kann aber kein Dauerzustand mehr sein. Sie war auch in den vergangenen Jahren nur mit Genehmigung der Josef and Anni Albers Foundation möglich, denn der 1980 geschlossene Vertrag der Stadt Bottrop mit der Albers-Foundation schreibt zwingend die dauerhafte Präsentation der Albers Sammlung in dem dafür 1983 eröffneten Gebäudeteil vor.

Die Albers-Foundation hat inzwischen deutlich gemacht, dass sie ein regelmäßiges Abhängen der Albers Werke auf Dauer nicht hinnehmen wird“, so heißt es in der Vorlage, in der Loeven den Ausschussmitgliedern ein Konzept zur Erweiterung des Museums präsentieren wird.

Es gibt potenzielle Geldgeber für einen Erweiterungsbau

Derzeit finden Gespräche zwischen der Stadt und potenziellen Geldgebern für eine Erweiterung statt, bei der es um eine mögliche Komplettfinanzierung des Erweiterungsbaus geht (die WAZ berichtete). Das ginge sogar noch über einen früheren seitens der Stadt gefassten Beschluss hinaus, wonach die Stadt sich mit 20 Prozent an den Kosten für einen Erweiterungsbau beteiligen würde.

Auch Klimatisierung, Besucherfreundlichkeit und Sicherheit würden im Zuge der Erweiterung eine wesentliche Rolle spielen. Raum für die museumspädagogische Arbeit, zeitgemäßes Klima- und Sicherheitskonzept für Depots und Anlieferung rundeten das Konzept ab. Denn: Über 30 Jahre nach der Eröffnung befinde sich das Museum nicht mehr auf der Höhe der Zeit und könne sich nicht weiterentwickeln, führt Loeven weiter aus.

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